Petra Klabunde wird Prädikantin in Brelingen

Für Petra Klabunde (Mitte) öffnet sich nach dem Gottesdienst am Sonntag eine neue Tür. Foto: V. Lubbe

Superintendent Martin Berger freut sich über Engagement

Brelingen (vl). „Ich habe die Kirchengemeinde als sehr motiviert empfunden“ , schildert Pastorin Debora Knoblauch ihren Eindruck. „Mit einer dritten Prädikantin in Brelingen sind wir überdurchschnittlich gut besetzt“, so Knoblauch weiter. Am kommenden Sonntag wird Petra Klabunde in ihr neues Amt in der St. Martini-Kirche bei einem feierlichen Gottesdienst eingeführt. Nachdem Klabunde im Jahr 2006 eine Ausbildung zur Lektorin absolvierte, wurde sie in die Spezialisierung zur Prädikantin „reingeschubst“. In ihrem neuen Amt hält Klabunde den Gottesdienst selbst und darf neben der Lesung nun auch die Predigt halten. Sie hat das Recht auf freies Wort, so Klabunde. Die Ausbildung wurde von der Landeskirche Hannover übernommen. 20 weitere Teilnehmer setzten sich mit der Glaubenslehre auseinander. Zutiefst emotional sei dieser Kurs abgelaufen. So standen manchen Teilnehmer auch den Tränen nahe. „Ich bin religiös aufgewachsen und liebe die Sprache in der Bibel. Es ist schön mit anderen Menschen einen Gottesdienst zu feiern“, so Klabunde. Wie die Menschen während des Gottesdienstes nicht durch zu schnelles Sprechen verloren gehen, hat Klabunde in ihrem Lehrgang durch das Vortragen von Hausaufgaben erlernt. „Der Gottesdienst ist eine hohe Priorität im Selbstverständnis des Pastors“, erklärte Superintendent Martin Berger. Nur mit einer Aufwandsentschädigung und größtenteils ehrenamtlich wird Klabunde bis zu ihrem siebzigsten Lebensjahr als Prädikantin tätig sein dürfen.
Wie auch als Pastor, trägt ein Prädikant während des Gottesdienstes einen Talar mit leicht verändertem Schnitt. Mit Superintendent Rainer Müller-Jödicke aus Engelbostel ist immer ein Austausch zwischen Lektoren und Prädikanten vorhanden. Innerhalb ihrer Zeit als Prädikantin möchte Klabunde mit vielen anderen Gemeinden zusammen Gottesdienst feiern.