Pfarrzentrum wird Ökostromkunde

Für den neuen Ökostromkunden der Gemeindewerke, die Pfarrgemeinde St. Marien, gab es gestern morgen ein Zertifikat, das Joachim Rose (r.) und Ralf Grewecke (l.) von den Gemeindewerken an Pfarrer Stefan Hesse und Kirchenvorstandsmitglied Manfred Schnieders übergaben. Foto: A. Wiese

Gemeindewerke freuen sich über neuen Großabnehmer für NaturWatt

Mellendorf (awi). Mit der Pfarrgemeinde St. Marien begrüßten Joachim Rose und Ralf Grewecke von den Gemeindewerken gestern ganz offiziell ihren neuesten Ökostromkunden – und dazu noch für Wedemärker Verhältnisse einen Großabnehmer: 24.000 Kilowattstunden im Jahr fallen für Gemeindezentrum, Kirche und Pfarrhaus an. Der Kirchenvorstand, der sich momentan ohnehin mit der energetischen Sanierung in der Pfarrgemeinde befasst, habe mit diesem Wechsel des Stromanbieters ein Zeichen setzen wollen, erklärten Pfarrer Stefan Hesse und KV-Mitglied Manfred Schnieders. Zugleich habe man auch das Engagement der Gemeinde stärken wollen. Interessiert zeigte sich die Pfarrgemeinde auch am neuen Thermografieangebot der Gemeinde, die sich extra eine Thermokamera zur Begutachtung von Gebäuden auf ihre Energieeffizienz zugelegt hat. Das Ökostromangebot der Gemeinde werde noch besser angenommen als ursprünglich erwartet. Die Gemeindewerke hätten mittlerweile etwa 130 Kunden für den NaturWatt-Strom. Der Durchschnittskunde beziehe rund 3.800 Kilowattstunden im Jahr. Die Katastrophe von Fukushima habe sicherlich ihren Teil dazu beigetragen und das Bewusstsein der Bevölkerung für die neuen Energien geweckt. Die Gemeindewerke bezögen ihren Ökostrom überwiegend aus Norddeutschland. Die Besonderheit bei der RWE-Tochter NaturWatt sei, dass erzielte Gewinne wieder in erneuerbare Energien investiert werden müssten. Windkraft, Wasserkraft und Photovoltaik seien dabei führend. Im Internet könne der Kunde sehen, von welchen Anlagen er zurzeit Strom beziehe. Natürlich komme nicht der Ökostrom aus der Steckdose, sondern ein Gemisch, aber jeder Ökostromkunde stelle sicher, dass die Menge eingespeist wird, die er abnimmt. Die Gemeindewerke wiederum hätten die Gewissheit, dass der Ökostrom auch wirklich produziert und bei NaturWatt zudem ganz neue Anlagen in Anspruch genommen würden. Für die Gemeindewerke trage das Geschäft mit dem Ökostrom zur Abrundung ihres vielfältigen Angebotes bei. „Wir liefern auf diesem Weg auch viele Dienstleistungen für unsere Bürger“, betonte Joachim Rose als Geschäftsführer
der Gemeindewerke. Zu diesen Dienstleistungen gehöre jetzt neuerdings auch die Thermografie, wenn auch nicht kostenlos.