Photovoltaik-Anlage auf der Schule

Projekt der Bürger.Energie.Wedemark macht Fortschritte

Bissendorf. Die Bürger.Energie.Wedemark eG (BEW) hat mit der Gemeinde Wedemark die Verträge für den Bau einer ersten Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Grundschule Bissendorf unterzeichnet. Damit ist der Weg frei für die Beauftragung der Fachfirma, die die Installation der Anlage in den Sommerferien bereits eingeplant hat.
Vorgesehen ist zunächst eine Anlage mit 29,65 kWp (Kilo Watt peak), die nach Möglichkeit im nächsten Jahr noch einmal in gleicher Größe erweitert werden soll. Dieses gestaffelte Vorgehen erhöht zwar leicht den Aufwand, bietet unter den Rahmenbedingungen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) aber eine bessere Wirtschaftlichkeit.
Bei einer Online-Veranstaltung am 15. Juli hatte die BEW die Teilnehmenden über die technischen und wirtschaftlichen Einzelheiten der geplanten Anlage informiert, aber auch die weiteren Pläne sowie die grundsätzliche Funktionsweise und Ziele der Genossenschaft vorgestellt. „Das Interesse an unseren Aktivitäten ist mit der Konkretisierung der ersten Anlage sprunghaft angestiegen.“, berichtet Ulf Gerkens, der vor wenigen Tagen den 100sten Kontakt eines Interessenten verzeichnen konnte. „Allen Registrierten haben wir eine Beitrittserklärung und eine Zusammenfassung der Informationsveranstaltung zugeschickt. Beides steht auch auf www.bewedemark.de zur Verfügung.“ Zwar werde man für die erste Anlage zunächst nur etwa 30 neue Mitglieder aufnehmen können, dennoch sei für die weitere Planung wichtig zu wissen, wie viele Menschen sich mit welchen Beträgen eine Beteiligung vorstellen könnten.
„Die nächsten Projekte stehen schon vor der Tür. Wir hoffen, dass wir bereits im Herbst mit der zweiten Anlage starten können.“, betont Rainer Tepe, der zusammen mit Ulf Gerkens den Vorstand der BEW bildet. „Und das ist gut so, denn wir müssen rasch in die Umsetzung kommen, wie uns allen in diesen Tagen leider sehr dramatisch vor Augen geführt wird.“
Auch der Gemeinderat zeigt mit seinem Beschluss vom 12. Juli zur Bildung eines Expertenrates, der Umweltschutzmaßnahmen in der Wedemark erarbeiten soll, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Einer der Anträge, die zu dem Beschluss führten, nennt dabei explizit die BEW als einzubeziehende Organisation.
Wer sich aktiv für den lokalen Klimaschutz bei der BEW engagieren möchte, kann ebenso wie bei Interesse an einer Mitgliedschaft über die Internetseite (www.bewedemark.de) oder per E-Mail (info@bewedemark.de) mit der Genossenschaft in Kontakt treten.