„Plumpes Wahlkampf-Manöver ohne Substanz“

Zacharias kritisiert Hallenbad-Pläne von Helge Zychlinski

Wedemark. CDU-Bürgermeisterkandidat Marco Zacharias hat den Vorschlag von Helge Zychlinski, ein Hallenbad in der Wedemark zu bauen, als „plumpes Wahlkampf-Manöver ohne Substanz“ kritisiert. „Es ist einfach, mitten im Wahlkampf ein Hallenbad zu fordern, aber kein Wort über die horrenden Kosten für den Bau und insbesondere für den anschließenden Betrieb zu verlieren. Ein Hallenbad ist grundsätzlich hochdefizitär, wenn es nicht als Wellness-Tempel für ein großes Einzugsgebiet geplant wird. Und davon haben wir in der Region schon genug. Die Idee von Herrn Zychlinski würde ein Millionengrab in zweistelliger Höhe für die Wedemark bedeuten“, behauptet Zacharias, der als Mitglied des damaligen Schwimmbad-Bauausschusses in Langenhagen die Kalkulationen gut kennt. „Während noch überhaupt nicht absehbar ist, welche finanziellen Folgen die Pandemie in den kommenden Jahren auf den Haushalt der Gemeinde zukommen, verplant der Bürgermeister Geld, das er nicht hat. Das ist unverantwortlich und der billige Versuch, ein paar Stimmen abzugreifen.“
Auch den Verweis auf die abnehmende Schwimmfähigkeit der Kinder lasse Zacharias nicht gelten, so der CDU-Bewerber weiter. Erstens argumentiere Zychlinski mit bundesweiten Zahlen, deren Aussagekraft sich nicht so einfach auf die Wedemark herunterbrechen lasse. Zweitens gebe es alternative, deutlich günstigere Möglichkeiten, Kindern das Schwimmen beizubringen. „In Kooperation mit unseren Schulen, den Sportvereinen oder der DLRG können wir Angebote im Freibad schaffen, um den Kindern das Schwimmenlernen zu ermöglichen. Hierfür braucht es keinen 15- oder 20-Millionen-Euro-Bau, der die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde massiv und auf lange Zeit gefährden würde“, so Zacharias.
„Die Gemeinde schiebt Jahr für Jahr zahlreiche Bauvorhaben, die von großer Bedeutung für die Bevölkerung sind, weil das Personal für die Umsetzung nicht da ist. Aber ein Hallenbad, das das größte Vorhaben seit dem Campus W darstellen würde, soll hingegen möglich sein? Die ganze Idee ist unausgegoren, nicht finanzierbar und hochgradig unseriös in einer Zeit, in der wir das Geld zusammenhalten und an den richtigen Stellen investieren müssen, zum Beispiel in bezahlbare Wohnungen oder den Klimaschutz“, sagt Zacharias abschließend.