Polizei geht von Brandstiftung aus

Die Feuerwehr hatte am Sonnabendmorgen keine Wahl, als die fast 1.000 Quaderstrohballen in der Elzer Gemarkung kontrolliert abbrennen zu lassen und Brandwache zu halten, bis der Radlader des Technischen Hilfswerks aus Ronnenberg gegen Mittag eintraf. Fotos: A. Wiese

950 Quaderballen Stroh brennen in der Elzer Gemarkung lichterloh

Elze (awi). Vorsätzliche Brandstiftung, das hat es in der Wedemark schon lange nicht mehr gegeben. Doch die Kripo ist sich mittlerweile sicher: Die am Sonnabend gegen 7.30 Uhr auf einem Feld an der verlängerten Wasserwerkstraße in der Gemarkung Elze durch ein Feuer zerstörten Strohballen sind vorsätzlich angezündet worden.
Zeugen, die verdächtige Beobachtungen auf dem Feld bei Elze gemacht haben, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter Telefon (05 11) 1 09 55 55 zu melden. Insgesamt wurden durch die Flammen zirka 950 Quader-Strohballen im Gesamtwert von etwa 38.000 Euro zerstört. Ein 54-jähriger Passant war am frühen Sonnabend auf die Rauchentwicklung aufmerksam geworden und hatte die Feuerwehr alarmiert. Die sah sich den lodernden Flammen allerdings recht machtlos gegenüber. Gegen 9 Uhr wurden die Kräfte aus Mellendorf und Bennemühlen aus diesem Einsatz entlassen. Die Entscheidung der Einsatzleitung lautete: Wir lassen die Strohballen kontrolliert abbrennen. Lediglich die nebenstehenden Bäume wurde mit Wasser vor den Flammen geschützt. Mit einem Radlader des THW Ronnenberg wurden ab 11.45 die Strohballen auseinandergezogen, diese Arbeiten zogen sich bis gegen 18 Uhr hin. Durch die Feuerwehr wurde anschließend die Umgebung nochmals stark gewässert, der Einsatz ging am Sonnabend bis 22 Uhr. Gegen 3 Uhr sowie gegen 7 Uhr kontrollierte die Freiwillige Feuerwehr Elze die Brandstelle am Sonntag erneut. Es waren aber keine Brandbekämpfungsmaßnahmen mehr erforderlich. Der betroffene Landwirt hat am Sonntagvormittag die Reste mittels Trecker und Frontlader nochmals auseinandergezogen und anschließend untergepflügt, so Feuerwehrpressesprecher Benjamin Bohlmann.