Polizei informierte über Schutz des Wohnraums

Andreas Kremrich (von links), Jochen Sachweh, Kai-Uwe Bebensee, Uwe Bollbach, Bernd Ingelmann informierten im Bürgerhaus. Foto: E. Rodenbostel.
Bissendorf (er). POK Bernd Ingelmann, Sachbearbeiter der Zentralstelle für technische Prävention in Hannover, PHK Uwe Bollbach, Beauftragter für Kriminalprävention aus Burgdorf, PHK Jochen Sachweh, Leiter des PK Mellendorf, Kai-Uwe Bebensee, Leiter des Kriminal und Ermittlungsdienstes des PK Mellendorf und der Kontaktbeamte Andreas Kremrich waren am Montagabend im Bürgerhaus in Bissendorf, um etwa 25 interessierte Zuhörer über die allgemeine und technische Sicherheit vor allem beim Gebäudeschutz zu informieren.
Kai-Uwe Bebensee begrüßte die Anwesenden mit den Worten: „In der zunehmend dunkler werdenden Jahreszeit sollte sich vermehrt mit dem Schutz vor Einbruch bei Wohnraum beschäftigt werden. Zu diesem Zweck veranstalte die Polizei diese Informationsveranstaltung in unterschiedlichen Abständen.“
Mit viel Bezug zur Praxis begann Uwe Bollbach die Erläuterungen zum allgemeinen Gebäudeschutz. Nachbarschaft werde in diesem Zusammenhang groß geschrieben. „Es ist wichtig einmal hochzuschauen. Nicht nur an meinem, sondern auch am Nachbargrundstück.“ Unbekannte Menschen oder Autos mit besonders auffälligen Verhaltensweisen sollten direkt der Polizei gemeldet werden. Uwe Bollbach: „Wählen Sie sofort „110“. Die direkte Leitstelle, die die Einsätze koordiniert.“
Zur Grundstückssicherung gehören Zäune und Beleuchtung. Das Betätigen der Rollläden trägt nicht zur Verhinderung der Einbrüche bei, kann aber die Anwesenheit genauso simulieren wie Zeitschaltuhren, leere Briefkästen und geschlossene Autogaragen. Ist es zu einem Einbruch in die eigene Wohnung gekommen, sollte sich dem Täter nicht in den Weg gestellt werden. Sein Bestreben wird sein, auf dem schnellsten Weg das Haus zu verlassen. „Lärm machen, und sofort die Polizei mit dem Notruf 110 rufen. Zum schnelleren Auffinden ihres Gebäudes ist eine beleuchtete Hausnummer sinnvoll“, so Uwe Bollbach
Nach erfolgtem Schaden sollte die Schadensaufnahme möglichst einfach sein. Es empfiehlt sich die Wohnungseinrichtung, den Schmuck und auch das Fahrrad zu fotografieren.
Bernd Ingelmann gestaltete den zweiten Teil des Abends. Auf sehr anschauliche Art präsentierte er über die große Leinwand verschiedene Verschlusstechniken von Fenstern und Türen (an Öffnungs- und Bandseite), erklärte die zurzeit gültigen DIN Normen und im Gegensatz dazu die unglaublich schnellen Einstiegszeiten der Einbrecher. Es gilt die Tätigkeit der Einbrecher am Objekt hinauszuzögern. Sie brechen durchschnittlich nach etwa fünf Minuten Einbruchsversuchszeit ab. Diese Zeit kann mit ausreichender Sicherung erzielt werden.
Abschließend ging der POK auf sinnvolle Alarmtechnik an Gebäuden ein und sprach über Brandschutz. Schaumlöscher sollten Pulverlöschern vorgezogen werden, da sie keine Salze enthalten und rückstandslos entfernt werden können. Bernd Ingelmann: „Das Hauptproblem in einem Haushalt sind Fettbrände – dazu gibt es spezielle Feuerlöscher für Klasse F oder ein Löschdecke. Liegt sie griffbereit in der Küche, kann Panik verhindert werden.“ Die Fragen am Ende der Vorträge betrafen die Zylinderschlösser und deren Sicherungsmöglichkeiten, potentielle Einstiegsmöglichkeiten und Täterverhalten der Einbrecher. Ein informativer und interessanter Abend endete nach 90 Minuten. Weitere Auskünfte erteilt die Polizei gern.