Polizei und Feuerwehr suchen Hund

Merkwürdiger „Denkzettel“ für einen Feuerwehrmann im Einsatz

Brelingen (awi). Mehr als zwei Stunden lang haben Polizei, Feuerwehr Brelingen und der Tierrettungstrupp der Feuerwehr aus Resse am Sonntagnachmittag nach einem verletzten Hund gefahndet – ohne Erfolg, aber mit einem zweifelhaften Erlebnis im Kontext. Die Polizei hatte die Feuerwehr gegen 13.45 Uhr um Unterstützung gebeten, um bei der Suche beziehungsweise dem Einfangen eines offensichtlich verletzten Schäferhundes in der Brelinger Feldmark zu helfen. Der Hund war vermutlich angefahren worden und hielt sich bereits seit einigen Tagen in der Nähe von Brelingen auf. Ein Jäger mit einem Betäubungsgewehr und ein Tierarzt unterstützten die Aktion ebenfalls. Der Jäger konnte auch einen Betäubungsschuss setzen, allerdings trat der erhoffte Effekt nicht ein. Feuerwehr und Polizei, Jäger und Tierarzt verfolgten den Schäferhund, bis sie ihn schließlich bei Einbruch der Dunkelheit in der Feldmark nahe Schadehop aus den Augen verloren. Bis Redaktionsschluss war der Hund noch nicht wieder gesichtet worden. Die Bevölkerung wird gebeten, Polizei oder Feuerwehr zu verständigen, wenn der Hund auftauchen sollte, damit das offensichtlich verletzte Tier sachgerecht eingefangen und versorgt werden kann.
Im Rahmen der Suche nach dem Hund hatte ein Brelinger Feuerwehrkamerad zur Absicherung der Gefahrenlage seinen privaten Pkw mit eingeschalteter Warnblinkanlage im öffentlichen Verkehrsraum an der Ecke Düsternweg/Starkampstraße stehen lassen, berichtete der stellvertretende Brelinger Ortsbrandmeister Markus Karp. Ein Unbekannter zog den Schlüssel aus dem Zündschloss und verschwand damit zunächst. Mit einem Zweitschlüssel fuhr der Feuerwehrkamerad den Wagen zum Feuerwehrhaus und meldete den Schlüsseldiebstahl der Polizei. „Nach Beendigung des Feuerwehreinsatzes tauchte das Schlüsselbund plötzlich wieder auf“, erzählte Karp. Zusammen mit einem zugeklebten Umschlag lag es auf dem Dach des betreffenden Autos vor dem Feuerwehrhaus. In dem Umschlag lag ein Schreiben mit dem Text „Wer sein Auto so parkt, muss einfach bestraft werden“. Die Kameraden und eine Polizeistreife befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch im Feuerwehrhaus bei der Einsatznachbesprechung. Bei den Brelinger Feuerwehrkameraden hat diese Art der „Selbstjustiz“ für völliges Unverständnis gesorgt: „Schade, dass jener Mitmensch nicht den Mut aufgebracht hat, sich mit dem Problem des unsachgemäßen Parkens direkt an den Kameraden oder jemand anders von der Feuerwehr zu wenden. Schließlich muss er ja gewusst haben, wem der Wagen gehört und wo dieser zum Zeitpunkt der Schlüsselrückgabe abgestellt war“, so Markus Karp, der diesen Vorfall ganz bewusst öffentlich gemacht hat.