Power of Wrestling im Eisstadion

Erstes Power of Wrestling-Event in der hus de groot Eisarena in Mellendorf. Foto: B. Stache
 
Ringsprecher Salvatore Cofone (links) bedankt sich bei Jochen Haselbacher, Geschäftsführer der Sport und Freizeit GmbH, für die gute Aufnahme im Eisstadion in Mellendorf. Foto: B. Stache

Stimmung wie beim Eishockey – mit Bodyslam, Suplex und Elbowdrops

Mellendorf (st). Am Ende herrschte eine Stimmung wie beim Eishockey-Derby Hannover Scorpions gegen die Indians – nur ohne Eis und die Kufencracks. Statt Bully und Bandencheck erlebten die zirka 650 Zuschauer am Sonnabend in der hus de groot Eisarena in Mellendorf Bodyslam, Suplex und Elbowdrops – beim ersten Power of Wrestling (P.O.W) Event der Extraklasse in der Wedemark. Zwei Wrestling-Ringe auf dem Mittelpunkt der „Eisfläche“ des Eisstadions aufgebaut, stellten eine Europapremiere dar. Nachdem Ringsprecher Salvatore Cofone die Offiziellen vorgestellt hatte, darunter P.O.W-Präsident Jörg Vespermann und P.O.W-Direktor Thorsten Backhaus, startete das erste Singles-Match. Die Wrestler Florenz de la Hunt aus Hamburg und Vincent Heisenberg (Schleswig-Holstein) hatten ihren starken Auftritt, den der Hamburger siegreich beendete. Wenig später rief der Ringsprecher dem Publikum zu: „Seid ihr bereit für die Ladies?“ Beim folgenden Kampf der vier Ladies setzte sich Lokalmatadorin Kat Siren aus Hannover erfolgreich durch und verließ als Siegerin die Ringe. Zu einem Eklat kam es zu Beginn der Begegnung Italien-Deutschland. Offensichtlich aus Frust über das Verhalten vieler Zuschauer, die beim Abspielen der italienischen Nationalhymne sich nicht von ihren Plätzen erhoben hatten, attackierte der italienische Wrestler den Deutschen, noch während dessen Nationalhymne ertönte. Nach starkem Kampf wurde Fabio Ferrari zum Sieger ernannt, Leon van Gasteren aus Hannover, dem die Sympathien des Publikums galten, hatte das Nachsehen. Damit ist Fabio Ferrari neuer P.O.W-Champion. Es werde ein Re-Match geben, kündigte P.O.W-Präsident Jörg Vespermann öffentlich an. „Wir alle holen den Titel zurück nach Hannover“, versprach der unterlegene Leon seinen Fans. „Das macht Stimmung“, freute sich der 21-jährige Sven Maybaum aus Lehrte. Und Tim Othy (23) aus Hannover meinte: „Ich begeistere mich für Wrestling, weil ich die Männer unglaublich stark finde.“ Die „starken Männer“ kamen nicht nur aus Deutschland und Italien, auch aus England und Samoa waren Wrestler in die Wedemark gekommen. Mit zunehmender Dauer verlagerten sich die Kämpfe auch schon einmal auf den schmalen Gang außerhalb der Ringe, nahezu auf Tuchfühlung mit den Zuschauern und unter großem Jubel. Ringsprecher Salvatore Cofone bedankte sich zum Abschluss des P.O.W-Events bei Jochen Haselbacher, Geschäftsführer der Sport und Freizeit GmbH, für die gute Aufnahme im Eisstadion in Mellendorf. Für die 22-jährige Sandra Koch aus Walsrode ist der Wrestling-Abend super verlaufen: „Tolle Kämpfe und tolle Stimmung. Ich war schon öfter beim Wrestling in Hannover und Bremen.“ Am Sonnabendnachmittag hatte der Veranstalter ein Wrestling-Kindertraining angeboten. „Wir hatten zirka 40 Kinder, die sportlich super drauf waren“, begeisterte sich P.O.W-Präsident Jörg Vespermann. „Die Kinder hatten große Freude daran, einmal mit einem Wrestler in den Ring zu steigen – und die Eltern haben 45 Minuten in der ersten Reihe gewartet.“ Am Abend stellte er zufrieden fest: „Ausverkauftes Haus, alles super, grandios!“