Präventionsarbeit in Schwarmstedt

Die Mitarbeiter der Theaterpädagogischen Werkstätten Osnabrück sind seit 2004 regelmäßig alle zwei Jahre mit dem Programm „Mein Körper gehört mir“ in allen dritten und vierten Klassen der Grundschulen in der Samtgemeinde Schwarmstedt. 
 
Petra Effinghausen, Christiane Wiebe, Conny Blankenburg, Silke Reimann und Volker Banschbach beim ersten Elternabend der Theaterpädagogischen Werkstätten 2004.

Mitgliederversammlung des Präventionsrats der Samtgemeinde

Schwarmstedt. Wie in jedem Frühjahr fand auch in diesem Jahr die Mitgliederversammlung des Schwarmstedter Präventionsrats statt. Während man 2020 gerade noch ein Treffen im Uhle-Hof hinbekam, erfolgte die diesjährige Sitzung, zu der auch öffentlich eingeladen worden war, zum ersten Mal über Zoom, also im Internet. Diese Veränderung war aber nicht die einzige, die durch Corona bewirkt worden war.
Der erste Vorsitzende Volker Banschbach freute sich über die anwesenden Teilnehmer/innen und Gäste und begrüßte sie. Nach der Abstimmung über die Tagesordnung und über das Protokoll vom 19.2.2020 berichtete Banschbach für den Vorstand über das vergangene Jahr, in dem viele der neu geplanten und der immer wieder stattfindenden Veranstaltungen ausfallen mussten. Eine in Niedersachsens durchgeführte Befragung Jugendlicher ergab für unsere Region gute Werte für die Bereiche Gewalt und Diskriminierung; andererseits eine vergleichsweise hohe Akzeptanz bei alkoholischen Getränken wie Wein und Sekt, jedoch nicht bei Hochprozentigem. Direkt vor dem Lockdown im März konnten noch die Veranstaltungen in den 6. und 7. Klassen der KGS vom Verein Smiley e.V. zum Umgang mit Smartphone und sozialen Medien umgesetzt werden. Der dazugehörige Elternabend mit Moritz Becker dagegen war aufgrund der Schließung der Schule nicht mehr möglich. Auch die alljährliche Verlosung eines Zuschusses für einen Klassenausflug nach erfolgreicher Teilnahme am Nichtraucher-Wettbewerb „Be smart – Don`t start“ musste leider ausfallen.
Ganz spontan initiierte man in der Lockdown-Phase einen Malwettbewerb zum Thema „Was macht mich stark in der Corona-Zeit“. Preise dazu wurden dankenswerterweise vom GNH-Kaufhaus in Form von Gutscheinen spendiert. Durch diese Aktion wurde ganz nebenbei die „Nummer gegen Kummer“ in die Familien gebracht. Einen ähnlichen positiven Zusatzeffekt haben regelmäßige Artikel in der Schwarmstedter Rundschau. Der „kleine Erziehungsratgeber“ soll Eltern mit kurzen, prägnanten Hinweisen in unterschiedlichen Situationen unterstützen (Taschengeld, Hausaufgaben, Home Schooling, Alkohol …). Katja Moheit und Tanja Schellhorn von der Jugendhilfe der Pestalozzi-Stiftung und die PaC Managerin Nicole Mittelstaedt wurden dadurch als Anlaufstelle auch bei „kleinen“ Problemen bekannter und deutlich besser angenommen.
Erfreulich waren im letzten Jahr zudem der Gewinn des Jugendförderpreises in der Höhe von 2.500 Euro bei einem Wettbewerb des Autohauses Kahle, die Aufnahme in ein Förderprogramm der Klosterkammer Hannover und weitere Geldzuweisungen der Staatsanwaltschaft Verden. Herr Banschbach dankte in diesem Zusammenhang insbesondere Jürgen Hildebrandt, der hier wieder viel Arbeit investiert hat. Zum guten Ruf des Präventionsrates trug sicher auch eine doppelseitige Erwähnung der Unterstützung durch den Präventionsrat im Jahrbuch der KGS bei; außerdem wurde der Flyer des Vereins überarbeitet und an vielen Stellen öffentlich ausgelegt.
Jürgen Hildebrandt berichtete anschließend als Kassenwart von den entsprechenden erfreulichen Einnahmen, aber auch von bedauerlichen Ersparnissen durch ausgefallene Veranstaltungen. Heiner Siedentopf und Sieglinde Wegener bestätigten Herrn Hildebrandt dann auch eine hervorragende Kassenführung und baten die Mitgliedersammlung um die Entlastung des Kassenwartes und des gesamten Vorstands; diese wurde wie immer gewährt. Zum neuen Kassenprüfer wurde Petrick Glinke gewählt; Frau Wegener scheidet turnusmäßig aus.
Anschließend berichtete Nicole Mittelstadt als bei der Samtgemeinde angestellte hauptamtliche Managerin vom PaC (Prävention als Chance)-Programm. Die Initiative besteht jetzt im sechsten Jahr und bietet zu den Themen sexueller Missbrauch, soziales Lernen, Medienkompetenz und Coaching geschlossene Präventionsketten, was so viel heißt, dass von der KITA über die Grundschulen bis hin zu den weiterführenden Schulen lückenlos und flächendeckend Programme angeboten werden. Neu ist eine Ausweitung auf die Kinderkrippen; ein Angebot an Vereine und Verbände und Hilfen beim Übergang von der KITA zur Grundschule sollen folgen. Neben vielen bedauerlichen Absagen startete jedoch im Kita-Bereich das Programm „Nein-heißt-Nein!“, an den Grundschulen (außer Lindwedel) konnte „Mein Körper gehört mir“ in den Klassen durchgeführt werden und der dazugehörige Elternabend fand statt. Kita-Fachkräfte wurden zum Thema „Ringeln und Raufen“ ausgebildet. Zum gemeinsamen Kräftemessen kamen 60 Eltern mit ihren Kindern in die Turnhalle Buchholz. Zudem wurde ein Coaching für Lehrkräfte gestartet; ein weiteres Angebot für Kita-Leitungen wurde komplett durchgeführt.
Volker Banscbach beendete die Versammlung mit einem Ausblick auf 2021; Projekte sollen weitergeführt und nachgeholt werden. Zudem soll an der KGS ein Gestaltungswettbewerb zum Thema „Koma-Saufen“ durchgeführt werden.

Foto: Petra Effinghausen, Christiane Wiebe, Conny Blankenburg, Silke Reimann und Volker Banschbach beim ersten Elternabend der Theaterpädagogischen Werkstätten 2004.

Foto: Die Mitarbeiter der Theaterpädagogischen Werkstätten Osnabrück sind seit 2004 regelmäßig alle zwei Jahre mit dem Programm „Mein Körper gehört mir“ in allen 3. und 4. Klassen der Grundschulen in der Samtgemeinde Schwarmstedt