Preisrichter bewerten prachtvolle Tiere

1. Vorsitzender Johannes Bergman (rechts) und Zuchtwart Thomas Sachs halten zwei Indische Pfautauben in den Händen. Foto: B. Stache

Sonderverein der Züchter Indischer Pfautauben mit Ausstellung in Wiechendorf

Wiechendorf (st). „Unsere Aufgabe ist es, die jahrhundertealte Rasse zu erhalten und zu züchten“, erklärte Thomas Sachs am Wochenende in Wiechendorf beim Anblick der vielen Indischen Pfautauben. Der Zuchtwart des Sondervereins der Züchter Indischer Pfautauben betreute gemeinsam mit dem 1. Vereinsvorsitzenden Johannes Bergman eine Ausstellung Indischer Pfautauben. Diese Rasse wurde bereits 1590 in Indien nachgewiesen. Mehr als 300 Jahre später sei sie auf eine ganz besondere Weise in die USA gelangt. So habe es 1926 eine Lieferung von vier Pythons aus Indien zum San Diego Zoo in Kalifornien gegeben. Für die die lange Seereise dienten Indische Pfautauben den Pythons als Schlangenfutter. Bei der Ankunft in Kalifornien waren zwei Tauben übrig geblieben. Die Tierpfleger im Zoo von San Diego waren von den Tieren so beeindruckt, dass sie beschlossen, sie zu behalten und zu züchten. Später wurde die Indische Pfautaube aus den USA nach Deutschland eingeführt und hier im Jahr 1976 als Zuchtrasse anerkannt. „Das ist unsere 29. Ausstellung. Unser Sonderverein (SV) wurde 1990 von Jürgen Brunngräber gegründet“, berichtete Thomas Sachs. Heute sind zirka 70 Mitglieder im Verein organisiert. Jürgen Brunngräber hatte bis zu seinem Tod im Jahr 2015 den SV als weitblickender Zuchtwart besonders gefördert. An der zweitägigen Taubenschau in Wiechendorf nahmen 28 Aussteller mit insgesamt 224 Indischen Pfautauben teil. „Die Züchter kommen aus allen Teilen Deutschlands. Es sind aber auch Zuchtfreunde aus Schweden, Frankreich, den Niederlanden und aus Ungarn dabei“, zählte Thomas Sachs auf. „Unsere Züchter nehmen an nationalen und internationalen Schauen teil – mit großem Erfolg.“ In Wiechendorf präsentierten sich die Indischen Pfautauben von ihrer schönsten Seite. Es gibt sie in vielen Farben, von weiß über vielfarbig, rot/spiegelschwänzig bis schwarz. Vier Preisrichter, einer davon aus Frankreich, bewerteten die Tiere nach ihrem Gesamteindruck unter folgenden Gesichtspunkten: 1. Form, Haltung, Größe, 2. Schwanzaufbau, Haltung und Größe, 3. Hals und Kopfpunkt, Kappe, 4. Stand und Fußbefiederung, 5. Farbe und Zeichnung. Champion wurde Konrad Schlechte aus dem sächsischen Weinböhla bei Meißen mit einer Indischen Pfautaube Spiegelschwanz-Rot. „Ich freue mich über diese Auszeichnung. Ich bin das erste Mal in meinem Züchterleben Champion des Sonderzuchtvereins geworden.“ Die Auszeichnung „Beste Gesamtleistung auf vier Tiere“ wurde Jungzüchter Linus Michaelis aus Teutschenthal, Saalekreis in Sachsen-Anhalt, zuteil – mit der Züchtung blau mit schwarzen Binden. Die Auszeichnung „Beste Gesamtleistung auf sechs Tiere“ erhielt Marion Volkmann aus dem brandenburgischen Kuckuck mit Indischen Pfautauben der Farbe Weiß.