Prominente Gäste beim Frühlingsempfang der SPD

Bundestagsabgeordnete Caren Marks und Bundesvorsitzender a. D. Franz Müntefering besuchen vor dem Frühlingsempfang der SPD Wedemark das Heimatmuseum in Bissendorf. Foto: M. Rutkowski
 
Auf dem Frühlingsempfang der SPD Wedemark trafen sich prominente Politiker wie Bundesvorsitzender a.D. Franz Müntefering und Regionspärasident Hauke Jagau. Foto: M. Rutkowski

Franz Müntefering spricht über den „Demografischen Wandel als Chance“

Bissendorf (mr). Am Freitagabend hat die SPD Wedemark zum diesjährigen Frühlingsempfang mit dem Schwerpunkt „Demografischer Wandel als Chance“ im Bissendorfer Bürgerhaus eingeladen. Prominente Gäste des Abend waren neben der aus der Wedemark stammenden Bundestagsabgeordneten Caren Marks, Regionspräsident Hauke Jagau und der ehemalige Bundesvorsitzende der SPD Franz Müntefering. Marks und Müntefering besuchten vor dem Empfang gemeinsam das Bissendorfer Heimatmuseum. Auch Bürgermeister Tjark Bartels und Fraktionschef Helge Zychlinski sowie die Gemeinderätin Konstanze Beckedorf und die stellvertretende Bürgermeisterin Rebecca Schamber ließen sich den Frühlingsempfang nicht entgehen. Marks eröffnete die Veranstaltung mit einem großen Dank an die ehrenamtlichen Männer und Frauen der Gemeinde. „Was wären wir ohne die ehrenamtlich Engagierten? Sie verdienen Anerkennung, Dank und natürlich Förderung.“ Auch Zychlinski sprach den ehrenamtlichen Helfern seinen Dank aus und lobte Bartels für seine hervorragende Arbeit als Bürgermeister. Er sprach über die Wichtigkeit der Wohnortschaffung für zugezogene junge Familien und die Förderung von Senioren. Er betonte, dass die SPD Initiativen der Bürger gerne unterstützt. „Das ehrenamtliche Engagement der Bürger macht den Reiz des Lebens vor Ort aus. Ohne diese Unterstützung könnte die Lebensqualität, wie wir sie hier genießen, nicht erhalten bleiben“, sagte Jagau. Zum Thema demografischer Wandel ließ er verlauten, dass man sich auf die zukünftigen Veränderungen gemeinsam vorbereiten solle, um sie nicht als Überraschung zu erleben. Im Referat des Ehrengastes Franz Müntefering sprach er nicht nur über die Auswirkung des demografischen Wandels auf die deutsche Gesellschaft, sondern lieferte auch Lösungsansätze. Er ist nicht der Meinung, dass der demografische Wandel zu einem Generationskonflikt führen wird. „Eine Generation kann nicht ohne die andere leben. Die jungen sind vielleicht schneller, dafür kennen die Älteren Abkürzungen. Dahingehen, liefert die junge Generation die Sicherung für morgen und übermorgen.“ Er appellierte an die Region, jungen Familien möglich und deutlich zu machen, dass sie in den Städten und Gemeinden ein gesichertes Leben mit Jobmöglichkeiten und guter Bezahlung sowie einer umfangreichen Infrastruktur führen zu können. Außerdem betonte er, dass die Attraktivität der Arbeitsplätze gesichert werden müsse. Dabei sprach er vor allen Dingen auf die Sozialdienste an. Über die Abwanderung der jungen Generation vom Land in die Städte sagte er „Es ist nicht wichtig, wie viele Menschen gehen, sondern wie viele wiederkommen.“ Dazu sollte ein ständiger Dialog mit den Abwanderern entstehen. Die Frage, was die Menschen daran hindert Kinder zu kriegen, beantwortete Münterfering unter anderem mit: „Die Menschen wollen wissen wie es weitergeht. Sie wollen eine Perspektive und Sicherheit.“ Der ehemalige Bundesvorsitzende sprach nicht nur über das Wohl der jungen Generation. „Die Menschen möchten gut alt werden können. Sie wollen nicht im Wald sitzen und den Vögeln beim singen zuhören, sondern eine Infrastruktur“ Am Ende seiner Rede betonte er noch einmal die Wichtigkeit des Engagements: „Mischen Sie sich ein. Nicht nur um des Einmischens willen, sondern weil es gesund hält. Und wenn Sie mal auf die Nase bekommen, ist das auch nicht schlimm. Sie sind immerhin nicht allein.“