Radweg Resse-Wiechendorf: Ab Montag wird gebaut

Symbolischer erster Spatenstich für den Radweg von Resse nach Wiechendorf durch die Ortsbürgermeister von Wiechendorf, Jürgen Engelhardt, und Resse, Jochen Pardey, Regionsverkehrsdezernent Ulf Birger Franz und Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski. Foto: A. Wiese
 
In der kommenden Woche beginnen die Bauarbeiten für den neuen Radweg zwischen Resse und Wiechendorf: Wiebke Schepelmann (links) und Roman Machmer (Warnweste) vom Team Infrastruktur Straße der Region Hannover zeigen den Plan, als Baupaten mit Spaten sind Jürgen Engelhardt, Jochen Pardey, der Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz und Helge Zychlinski präsent.

Erster Spatenstich symbolisch auf der „anderen Seite"

Resse/Wiechendorf (awi). Die durchgängige Radwegeverbindung zwischen Resse und Bissendorf nimmt weiter Gestalt an. Nach der Ertüchtigung des Abschnitts von Scherenbostel nach Bissendorf in diesem Frühjahr heißt es nun: Baubeginn für die Verbindung zwischen Resse und Wiechendorf. Auch sie ist Teil des „Vorrangnetzes für den Alltagsradverkehr“ der Region Hannover. Beim symbolischen ersten Spatenstich für den 3,1 Kilometer langen Radwegeneubau entlang der Kreisstraße 102 haben am Dienstag Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover, Wedemarks Ortsbürgermeister Helge Zychlinski,  sowie die Ortsbürgermeister Jochen Pardey (Resse) und Jürgen Engelhardt (Wiechendorf) den Bauablauf vorgestellt.
Die Baustrecke beginnt rund 110 Meter westlich der Ortstafel Resse in der Siedlung Lönswinkel und endet in der Ortsdurchfahrt Wiechendorf an der Einmündung der Straße Westerfeld. Der Radweg zwischen den benachbarten Ortsteilen wird in Asphaltbauweise durchgängig mit einer Breite von 2,50 Meter ausgebaut. Die Trasse verläuft auf der Nordseite der K 102 hinter den bestehenden Entwässerungseinrichtungen unter Beibehaltung eines Mindestabstandes von 1,50 Metern zum Baumbestand am Straßenrand. Die Anbindung des Radverkehrs erfolgt durch die Anlage von Querungshilfen in Resse, in Wiechendorf schließt der Radweg an den schon vorhandenen gemeinsamen Rad-/Gehweg an. Das Bauende ist für März 2022 vorgesehen. Für den symbolischen ersten Spatenstich trafen sich Regionsvertreter und Wedemärker Kommunalpolitiker zwar auf der Resser Seite des Radwegs, losgeht es mit dem Bau aber in Wiechendorf. Denn am Ende der Ausbaustrecke im Ortseingang Resse (Lönssiedlung) entsteht noch eine Querungshilfe. Hier wechseln Radfahrer die Straßenseite, um auf dem bestehenden Radweg Richtung Resse Zentrum weiterzufahren. Saniert wird dieser Radweg allerdings nicht, kündigte die Region an, denn innerhalb der Ortschaften sollen die Radfahrer wie in Wiechendorf und auch bereits in Bissendorf die Fahrbahn benutzen, die farblich abmarkiert wird. 

Die Region Hannover als Bauherrin rechnet mit Kosten von rund 1,2 Millionen Euro. Der Bund beteiligt sich mit 600.000 Euro im Rahmen der Förderung für den Ausbau des Vorrangnetzes für den Alltagsradverkehr.

Die letzte Lücke in der Radwegeverbindung zwischen Resse und Bissendorf soll dann ab Spätsommer nächsten Jahres geschlossen werden: Gut zwei Kilometer Trasse für Radfahrende müssen noch ab Wiechendorf in Richtung Scherenbostel gebaut werden. Zurzeit werden dafür die für das Planfeststellungsverfahren erforderlichen Unterlagen erarbeitet.
Die Ortsbürgermeister von Wiechendorf und Resse, Jürgen Engelhardt und Jochen Pardey betonten, dass die Bürger beider Ortschaften immer wieder Druck gemacht und sogar einen Fahrradkorso und eine Postkartenaktion organisiert hatten, um diesen Radweg zu bekommen. Dieser sei zum einen wichtig für die Schüler, die nach Mellendorf zu den weiterführenden Schulen mit dem Fahrrad fahren wollten, zum anderen für alle, die die touristischen Ziele Moorinformationszentrum und Moorerlebnispfad mit dem Fahrrad erreichen wollten, ergänzte Bürgermeister Helge Zychlinski und dankte der Region, dass es jetzt endlich losgehe.