Rat beschließt Resolution zum KRH

Einvernehmlicher Beschluss gegen Schließung der Geburtsstation

Wedemark (awi). Einstimmig hat der Rat der Gemeinde Wedemark am Montagabend folgende Resolution bezüglich des Krankenhauses in Großburgwedel beschlossen. Grundlage war ein Entwurf der CDU-Fraktion, der im Verwaltungsausschuss in einer gemeinsamen Diskussion leicht modifiziert wurde. Die Resolution lautet:
1. Der Rat der Gemeinde Wedemark erkennt an, dass sich auch die Region Hannover den Herausforderungen der Gesundheitswirtschaft stellen muss.
2. Der Rat begrüßt ausdrücklich, dass die öffentliche Trägerschaft des Klinikums Region Hannover (KRH) unbestritten ist.
3. Die Medizinstrategie 2020 muss ihrem Anspruch gerecht werden und die medizinische Versorgungsqualität in der Region Hannover sichern und weiterentwickeln.
4. Für die Gemeinde Wedemark hat bei einer Weiterentwicklung und Neubauentscheidung der Standort Burgwedel allerhöchste Priorität. Deshalb befürwortet der Rat der Gemeinde Wedemark den Erhalt des Krankenhausstandortes Burgwedel und die Investitionen die zu dessen dauerhafter Sicherung nötig sind.
5. Wir sprechen uns für den Standort Burgwedel aus, da Burgwedel aus allen Städten und Gemeinden des Einzugsbereiches gut erreichbar ist und selbst eine gute Infrastruktur besitzt. Durch das Krankenhaus Großburgwedel ist die ambulante und stationäre Notfallversorgung im Bereich der nordöstlichen Region Hannover sichergestellt und sollte weiterentwickelt werden.
6. Der Rat der Gemeinde Wedemark erwartet, dass die Geburtshilfe und die Gynäkologie modernen Erfordernissen entsprechend in der nordöstlichen Region jederzeit gewährleistet wird. Wir fordern deshalb, dass die Schließung der entsprechenden der Abteilung am Klinikum Burgwedel, die bereits für das Jahr 2015 geplant ist, nicht erfolgt.
7. Der Rat der Gemeinde Wedemark unterstützt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrem Bemühen, die Arbeitsplätze ortsnah zu erhalten und dauerhaft zu sichern, auch auf die Tariftreue wird in diesem Zusammenhang besonderer Wert gelegt.
8. Der Rat der Gemeinde Wedemark erwartetet, dass die Entscheidungsträger in KRH Geschäftsführung und KRH Aufsichtsrat nachvollziehbar darstellen welche Alternativen untersucht und welche Bewertungs- und Auswahlkriterien bisher angelegt wurden bzw. angelegt werden sollen.
9. Der Rat der Gemeinde Wedemark fordert weiterhin, für alle Einwohnerinnen und Einwohner den für alle Beschäftigten einen transparenten Entscheidungsprozess im KRH und in der Regionsverwaltung bzw. der Regionsversammlung. Für die CDU rief Editha Lorberg auf: „Kämpfen Sie weiter mit uns, dass diese Resolution fruchtet. Sie forderte klare Aussagen zur Medizinstrategie 2020 und warnte davor, aus finanziellen Überlegungen heraus Menschenleben zu gefärden, um ein „für viele Millionen saniertes Krankenhaus wie das Siloah vollzupacken“. Für die SPD führte Michael Wilken aus, wie wichtig es sei, dass die Krankenhäuser in öffentlicher Hand blieben, weil die Politik sonst keinerlei Mitspracherecht mehr habe. Wilken mahnte an, auf jeden Fall die schnelle notärztliche Versorgung der Wedemärker sicherzustellen. Und auch die Geburtshilfestation dürfe nicht 2015 geschlossen werden. Die hannoverschen Hebammen sei schon jetzt an ihrer Kapazitätsgrenze angekommen. Ingemar Becker von den Grünen dankte der CDU für den „geschrumpften Kompromiss“, warnte jedoch davor, „Ängste zu schüren“. Die Gesundheitspolitik eigne sich nicht für kommunalpolitische Grabenkämpfe, so Becker. Die Grünen ständen an der Seite der KRH-Mitarbeiter.