Rat verabschiedet Resolution zum SüdLink

Bürgermeister Helge Zychlinski überreichte dem bisherigen stellvertretenden Ortsbrandmeister von Bissendorf, Falko Bartsch, auf eigenen Wunsch die Entlassungsurkunde und bedankte sich bei ihm. Foto: A. Wiese

Verwaltung hat den ehemaligen Gemeindedirektor Wolfgang Schrödter beauftragt

Bissendorf (awi). Mit einer guten Stunde war das für Wedemärker Verhältnisse eine kurze Ratssitzung. Doch es war alles drin: Falko Bartsch wurde auf eigenen Wunsch als stellvertretender Ortsbrandmeister in Bissendorf entlassen, weil er für längere Zeit ins Ausland muss. Bürgermeister Zychlinski verabschiedete ihn mit Dankesworten, Urkunde und Blumen und freute sich, dass die Wehr mit Christian Renders am Sonnabend bereits einen Nachfolger gewählt habe, der dann in der nächsten Ratssitzung am 9. Februar vereidigt werden würde. Kommissarisch sei er bereits ab 1. Februar beauftragt. Der Rat stimmte hier ebenso zu wie bei der Versetzung des Gemeindeamtmanns Manfred Laue in den Ruhestand zum 1. Juli. Eigentlich hätte Laue bis 1. November 2015 arbeiten müssen. Da er aber bereits das 60. Lebensjahr erreicht habe, sei eine Reduzierung der Arbeitszeit um vier Monate möglich. Monika Hoffmeister wurde als neues Mitglied für den Behindertenbeirat berufen. Neuer Stellvertreter ist Heinz Sonnemann. Der zweiten Änderung der Straßenreinigungssatzung stimmte der Rat ebenso zu wie der neunten Änderung der Entwässerungsabgabensatzung der Gemeinde Wedemark. Einstimmig stellte sich der Rat hinter die Resolution der Gemeinde Wedemark zum Planverfahren Höchstspannungstrasse SüdLink (das ECHO berichtete). Bürgermeister Helge Zychlinski erklärte, jetzt laufe die Aktion „Bergrettung 2.0“ an. Die Gemeinde sei mit dem bisherigen Vorgehen der Firma Tennet absolut nicht einverstanden. Die Beteiligung der Bürger an der Trassierung müsse unbedingt gewährleistet sein. Die Notwendigkeit der Höchstspannungstrasse werde nicht bezweifelt und auch nach dem St. Floriansprinzip – überall, nur nicht vor meiner Tür – wolle die Wedemark nicht vorgehen. Aber die Alternative 0.91, die die Wedemark bei Resse diagonal zerschneide, die komme überhaupt nicht in Frage. Lange habe die Verwaltung versucht, mit der Firma Tennet in einen Dialog zu kommen, das sei sehr schwierig gewesen. Erst habe es gar keine Antwort gegeben, dann eine unbefriedigende. Am Donnerstag finde nun endlich die Veranstaltung mit dem Tennet-Vertreter Dr. Thiel um 18 Uhr im Forum des Campus W statt. „Wir wollen da mit einem klaren politischen Statement reingehen“, so Zychlinski. Und das bekam er vom Rat mit besagter Resolution. Bereits unter dem Punkt Bekanntgaben des Bürgermeisters hatte Zychlinski darüber informiert, dass die Gemeinde dem früheren Gemeindedirektor Dr. Wolfgang Schrödter als Fachanwalt das Mandat für ihre Vertretung in Sachen SüdLink erteilt habe. Dieser Punkt trifft auch bei den politischen Parteien auf volle Zustimmung. Rebecca Schamber für die SPD und Holger Bleich für die CDU stellten sich ausdrücklich hinter die Resolution und bekräftigten, dass sie die Interessen der Gemeinde durch Schrödter, der die Diskussion im Rat aus dem Zuschauerraum heraus verfolgte, optimal vertreten sehen.