Rathaus-Fassade muss erneuert werden

Fachbereichsleiter Kay Petersen (l.), Bauleiter Sebastian Mattheus von Alpine Bau und der unabhängige Gutachter Alfred Herkenrath vor dem Rathaus. Deutlich sind die Mängel an der Fassade erkennbar. Foto: A. Wiese

Generalunternehmer Alpine Bau steht zunächst für 150.000 Euro Kosten gerade

Mellendorf (awi). Gleich beim Einzug vor einem Jahr waren die Mängel an der Fassade des neuen Rathauses den Verantwortlichen der Gemeinde ins Auge gestochen. Konsequenz: Die Gemeinde verweigerte die offizielle Abnahme dieses Bauteils. Gemeinsam beauftragten Gemeinde und Generalunternehmer Alpine Bau einen externen Sachverständigen, um das weitere Vorgehen zu klären, denn dass die Fassade so nicht bleiben konnte, wurde auch von Alpine zu keinem Zeitpunkt bestritten.
Jetzt steht fest: Die komplette Riemchen-Fassade muss abgeschlagen und erneuert werden. Auf der Ostseite des Gebäudes ist bereits mit der Einrüstung begonnen worden. Zunächst sollen Ost- und Südseite saniert werden, dann kommen Nord- und Westseite an die Reihe. Mindestens zehn Wochen hat Alpine-Bauleiter Sebastian Mattheus für die Fassadenerneuerung veranschlagt. Gutachter Alfred Herkenrath erklärt, was verkehrt gelaufen ist: „Die Verfugung der Riemchen wurde nicht sachgerecht aufgebracht. Sie ist so aufgeweicht, dass Wasser hinter die Riemchen laufen konnte. Das sind die weißen Wasserauswaschungen, die auf der Fassade zu sehen sind.“ Neben dem optischen Effekt besteht jedoch die Gefahr, dass Wasser in die Wärmedämmung gerät. Bei Frost können die Riemchen zudem abfrieren. Auf 150.000 Euro beziffert Mattheus den Schaden. „Alpine tritt in Vorleistung, aber natürlich werden wir versuchen, uns das Geld vom Lieferanten des Materials und der ausführenden Firma wiederzuholen. Aber das ist unsere Sache. Die Gemeinde ist da außen vor.“