Realschule: Der Umzug ist vollbracht

Wie hier im Theaterstück „Wir sind eine Welt“, das eine Gegenüberstellung des Lebens in Europa und in der Dritten Welt bietet, bewiesen die Realschüler, dass sie sich in der Projektwoche mit ernsten Themen befasst haben. Foto: S. Birkner

Einweihung des eigenen Gebäudes fällt feierlich aus

Mellendorf (sb). „Eine Schule – ein Gebäude“ steht auf den Flyern, die die Realschule Wedemark am vergangenen Freitag überall verteilte. Nach turbulenten Monaten war es Ende letzter Woche tatsächlich soweit: Das ehemalige Gebäude der Orientierungsstufe am Langen Felde ist jetzt auch offiziell die neue Heimat der Realschule. Die Einweihungsfeier geriet dabei zu einem bunten Festtag, an dem Lehrer, Schüler und Eltern gleichermaßen teilhaben konnten. Die Heranwachsenden warteten mit den vielfältigen Ergebnissen einer Projektwoche auf, die aufschlussreiche Einblicke in alle Bereiche des Lernens gaben. Ob sich die Besucher beim Tag der Offenen Tür also Theaterstücke anschauten, kulinarisch verwöhnen ließen oder fleißig bei einer amerikanischen Versteigerung mitboten – ebenso einladend wie das neue Gebäude präsentierten die Schüler auch die Resultate ihrer Projektwoche.
Bevor dieses muntere Beisammensein beginnen konnte, war beim offiziellen Teil die eine oder andere Sorge endgültig abgelegt worden. Im Forum des neuen Schulzentrums sahen hunderte Zuhörer eine Schulleiterin, die die Umzugsstrapazen endgültig hinter sich lassen konnte. Mit einem chronikartigen Überblick über die nicht immer einfachen Monate stellte Karen Rotter den Wert des neuen Gebäudes für die Schulgemeinschaft heraus. „Die Kommunikation funktioniert besser, die Wege sind kurz. Wir fühlen und sehr wohl“, resümierte die sichtlich zufriedene Direktorin.
Als stellvertretender Gemeindebürgermeister begrüßte Helge Zychlinski den abgeschlossenen Umzug und attestierte der Realschule, „eine der besten ihrer Art in Niedersachsen“ zu sein. Die hohe Zahl der erweiterten Realschulabschlüsse rechtfertige jede Anstrengung, um das das Schulleben noch attraktiver zu machen.
Auch die beiden größten Parteien im Rat der Gemeinde, SPD und CDU, würdigten die neuen Lernbedingungen. „Die Realschule ist eine erstklassige Schule und eine wichtige Säule in unserer Bildungslandschaft“, betonte Jürgen Benk von der SPD. Die CDU-Landtagsabgeordnete Editha Lorberg sagte, dass die Schüler gut mit den „Chancen und der Verantwortung des neuen Lehrumfelds“ umgehen sollen.
Die vielleicht authentischste Rede hielten am Rande der Feierlichkeiten aber zwei ganz andere. Zwei junge Menschen nämlich, die tagtäglich mit den Veränderungen konfrontiert sind: Die Schülersprecher. Was Celine Zurr und Simon Priemer als Repräsentanten aller Realschüler sagten, sprach für sich. „Es ist übersichtlicher im neuen Gebäude. Wir fühlen uns wirklich wohl“, sagten sie und riefen ihren Zuhörern damit aus Schülerperspektive ins Bewusstsein, wie lohnenswert die Anstrengungen der letzten Zeit wirklich gewesen sind.