Region gibt die Fördermittel frei

Mitglieder der CDU-Fraktion ließen sich bei ihrer Sommertour von Bürgermeister Helge Zychlinski und Fachbereichsleiter Thomas Warneke (rechts) den geplanten Parcours an der Jugendhalle erläutern. Foto: A. Wiese

Hinter der Jugendhalle entsteht für 180.000 Euro ein Parcours

Mellendorf (awi). Das war für die CDU-Ratsfraktion ein Sommertourauftakt nach Maß, stand doch gleich bei ihrem ersten Besuch auf dem Gelände der Jugendhalle in Mellendorf die Nachricht im Vordergrund, dass die Region wenige Tage zuvor die Fördermittel in Höhe von 108.000 Euro für den geplanten Parcours auf der Grünfläche hinter der Halle genehmigt hat. Grünflächenplaner Thomas Warneke und Ellen Bruns als Fachbereichsleiterin Soziale Arbeit waren selbst hocherfreut über diese Förderzusage für das 180.000 Euro teure Gesamtprojekt.
„Wir haben unsere Pläne sogar noch erweitert, damit eine umfassende Förderung nach denRichtlinien möglich war“, erläuterte auch Bürgermeister Helge Zychlinski. Sobald die Region der Gemeinde ihren Förderbeschluss schriftlich zugesandt hat, beginnen die Vorbereitungen für die Ausschreibung. Ob dieses Jahr dann noch Baubeginn ist, steht noch nicht fest, aber im Laufe des nächsten Jahres wird der Parcours mit vielen Geräten, die sich die Jugendlichen selbst ausgesucht haben, auf jeden Fall fertig werden und die vorhandenen Skateranlage attraktiv erweitern. Initialzündung für die Idee sei die Veranstaltung Pimp your town gewesen, berichtete Ellen Bruns den interessierten Kommunalpolitikern. Dabei sei zunächst herausgekommen, dass die Jugendlichen sich einen Niedrigseilgarten wünschten. Im Verlauf der Gespräche habe sich dann aber herausgestellt, dass es eigentlich ein Parcours sein sollte. „Wir sind dann herumgefahren und haben uns entsprechende Anlagen in Hannover und Umgebung angesehen und vorführen lassen und waren beeindruckt“, schildert Thomas Warneke. Die Geräte, für die sich die Wedemärker entschieden haben, können beispielsweise auch durch mitgebrachte Geräte der Jugendlichen aufgepeppt werden. Es werden unterschiedliche Leistungs- und Konditionsstufen berücksichtigt, so dass für jeden etwas dabei ist. Die auf den ersten Blick hohen Kosten sind unter anderem auf den speziellen Bodenbelag unter den Geräten zurückzuführen, der einen Fallschutz gewährleisten soll. Als Standort hatte sich ziemlich schnell der Platz hinter der Jugendhalle herauskristallisiert. So können die Jugendlichen verschiedenen Aktivitäten miteinander verbinden. Als Regenschutz wird auch eine überdachte Sitzecke eingerichtet, falls die Jugendhalle nicht geöffnet ist. Zudem ist eine solche Sitzgelegenheit auch über den Regenschutz hinaus ein idealer Treffpunkt. Zunächst hatte die Verwaltung auf LEADER-Fördermittel gehofft. Als sich herausstellte, dass diese Mittel erschöpft waren, ergab sich die Möglichkeit der Förderung durch die Region. „Eine Woche Zeit hatten wir im April, um den Antrag vorzubereiten. Das war sportlich“, schmunzelte Thomas Warneke, der von seinem Chef Helge Zychlinski in diesem Zusammenhang wie bereits eine Woche zuvor bei der Eröffnung des Resser Waldfriedhofs ein dickes Lob für sein über das übliche Maß hinaus gehendes Engagement bekam. Ellen Bruns bestätigte auf Nachfrage, dass der Status der Wedemark als kinderfreundliche Kommune auf die Entscheidung der Region für die Förderung durchaus einen Einfluss gehabt haben könnte.