Reise nach Jerusalem

Prädikantin Karin Ernst (links) führte durch den Gottesdienst.

Prädikantin Karin Ernst stellte die Heilige Stadt vor

Bissendorf. Seit vier Jahren laden die evangelischen Kirchengemeinden St. Michaelis Bissendorf und Kapernaum Resse in der Ferienzeit zur gemeinsamen Sommerkirche an verschiedenen Orten ein. In diesem Jahr können Gottesdienstbesucher unter dem Motto „Reise nach Jerusalem“ gedanklich in verschiedene biblische Städte reisen. Passend zum Namen des vergangenen Sonntags, dem „Israelsonntag“, sollte die Reise nach Jerusalem gehen. Bei bestem Sommerwetter haben sich etwa 50 Interessierte im Schatten der großen Laubbäume am Gemeindehaus der Kirchengemeinde Bissendorf versammelt, um unter der Regie von Prädikantin Karin Ernst Jerusalem, die Stadt des Heils und des Friedens, kennen zu lernen. Drei Weltreligionen ist diese Stadt heilig: dem Judentum, dem Christentum und dem Islam, war zu erfahren. Zentrum der Stadt ist der Tempelberg. Früher war dort der große Tempel der Juden zu finden, er wurde an der Stelle erbaut, an der Abraham seinen Sohn Isaak opfern wollte. Heute steht dort die Al-Aqsha-Moschee, eines der wichtigsten Heiligtümer des Islams, denn hier soll der Prophet Mohammed in den Himmel aufgefahren sein. Vom großen Tempel sind nur noch Reste der Außenmauer zu finden, die heutige „Klagemauer“, sie ist eine wichtige Gebetsstätte der Juden. Die „Grabeskirche“ in der Jerusalemer Altstadt ist Pilgerstätte vieler gläubiger Christen. Hier soll Jesus Christus gekreuzigt, begraben und wieder auferstanden sein. In einem abwechslungsreichen Gottesdienst, der durch den Posaunenchor musikalisch begleitet wurde, konnten die Zuhörer erspüren, wie wichtig den drei abrahamitischen Religionen die Stadt Jerusalem ist und so den Wurzeln des eigenen Glaubens nahe kommen, aber auch Verständnis für das Judentum und den Islam entwickeln.