Reit- und Fahrverein Wedemark

Parcourschef Herbert Hausknecht (rechts) und 1. Vorsitzender Klaus Kreutzer sehen sich am Turnierplatz um, während Lisa Marie Meyer vom RV Niedernstöcken auf Quaida den Passier-Oxer mit großer Leichtigkeit überwindet. Foto: B. Stache
 
Kimberley (6) auf Faberge, geführt von Janet Ratz aus Hellendorf, am Sonntag auf dem Weg zum Führzügel-WB mit Kostüm. Foto: B. Stache

Dreitägiges Jubiläums-Springturnier in Hellendorf findet großen Zuspruch bei den Gästen

Hellendorf (st). Zum 50. Vereinsjubiläum veranstaltete der Reit- und Fahrverein (RFV) Wedemark am Wochenende auf seinem Vereinsgelände in Hellendorf ein dreitägiges Springturnier. „Es ist alles gut verlaufen, wir waren sehr zufrieden mit dem Turnier und am Sonntag waren zum Hauptspringen am Nachmittag auch sehr viele Besucher zugegen“, freute sich Pressewartin Daniela Schröter. Zum Turnierauftakt am Freitagvormittag hatte es in der Wedemark einen Stromausfall gegeben. „Als der Strom bei uns für zirka eineinhalb Stunden ausgefallen war, mussten wir schnell improvisieren“, erklärte der 1. Vorsitzende des RFV Wedemark Klaus Kreutzer. „Die Freiwillige Feuerwehr hat uns mit einem Megafon ausgeholfen“, ergänzte seine Tochter und Vereins-Pressewartin Katja. Hellendorfer Jubiläumsieger wurde Joachim Winter vom RFV Westercelle/Altencelle mit Sputnik. Winter belegte mit Calmanda auch noch den dritten Platz. Auf Platz zwei kam Lars Geschinsky (RFV Nienburg) mit Fine Finchen. Platz zwei und drei hatten die gleiche Punktzahl – Lars Geschinsky wurde aufgrund der besseren Platzierung in der schwereren Prüfung, dem M Springen mit Stechen, als Zweitplatzierter gewertet. Der Sieger erhielt eine Ausbildungsgratifikation von 300 Euro, für den Zweiten gab es 200 Euro und 100 Euro für den Drittplatzierten. Die Plätze vier bis zehn durften sich über schöne Ehrenpreise wie Futtersäcke, Schabracken oder Leckerlies freuen. Sehr erfolgreich verlief das Springturnier für RFV Wedemark-Springreiterin Laura Victoria Schmidt. Mit ihrem neuen Pferd Gold Cat sicherte sie sich in der zweiten Abteilung der Stilspringprüfung Klasse A* -geschlossen- mit 7.6 Punkten den ersten Platz. Aber auch Klaus Kreutzer, seit über 15 Jahren 1. Vorsitzender des RFV Wedemark, hatte doppelten Grund zur Freude: über das gelungene Jubiläumsturnier und seinen zweiten Platz beim Oldie Cup 2019 (Springprüfung Klasse A** -geschlossen) mit Wallach Cajo. „Das Turnier ist sehr gut angenommen worden. Ich bedanke mich bei unserem gesamten Helferteam und Vereinsmitgliedern für ihre tatkräftige Unterstützung“, erklärte Klaus Kreutzer. „Wir hatten auch eine sehr gute Resonanz der Reiter“, freute sich Tochter Katja. Aus Anlass seines fünfzigjährigen Jubiläums feiert der RFV Wedemark am Sonnabend, 22. Juni, auf dem Vereinsgelände in Hellendorf eine große Party mit Vereinsmitgliedern und langjährigen Unterstützern. „2020 planen wir wieder ein Dressur-Turnier“, kündigte der 1. Vorsitzende an. Das Hellendorfer Reitturnier legt im jährlichen Wechsel den Schwerpunkt auf das Springen und die Dressur. „Für das Frühjahr 2020 ist die Erweiterung unseres Turnier- und Trainingsplatzes geplant. Dieser misst derzeit 30 mal 80 Meter und wird komplett erneuert – mit einer Bewässerung nach dem Ebbe-Flut-System“, berichtete Klaus Kreutzer. Die dann neuen Maße von 50 mal 80 Meter finden auch den Zuspruch von Parcourschef Herbert Hausknecht. „Ich bin vor 20 Jahren das erste Mal hier in Hellendorf zum Parcoursaufbau gewesen“, erinnert sich der heute 73-Jährige aus Bovenden bei Göttingen. „Ich komme gerne hierher und bin mit der Familie Kreutzer befreundet.“ 1978 hatte er seine Prüfung zum Parcourschef abgelegt, 1983 baute er bereits seine erste S-Qualifikation. Viele Jahre war er bei internationalen Reitturnieren in Hessen als Parcourschef im Einsatz. Das Burgturnier in Nörten-Hardenberg hat er 22 Jahre lang „gebaut“ und war auch im Organisationskomitee tätig. Gerne erinnert sich Herbert Hausknecht an den Nachbau der Burg Hardenberg, der noch heute als eines der Hindernisse ein Hingucker beim Burgturnier ist. Zu einem M-Springen gehören mindestens neun Hindernisse mit zehn Sprüngen, erklärte der Parcourschef. „Die Höchstzahl liegt bei 15 Hindernissen, die man aber fast nie ausnutzt.“ Beim M-Springen am Sonntag wurden Hindernisse mit einer Höhe von 1,25 bis 1,30 Meter gebaut. Für das Stechen hatte der Parcourschef fünf oder sechs Hindernisse eingeplant. Auf die Frage nach seiner „Handschrift“ als Parcourschef antwortete Herbert Hausknecht: „Ich versuche rhythmisches Reiten zu fördern.“ Er legt dabei großen Wert auf anspruchsvolle Kurse mit schönen Wendungen und langen Wegen zum Galoppieren. Einen besonders fordernden Sprung mit Wassergraben darunter gab es auch in Hellendorf. Alle Turnierergebnisse finden sich auf der Webseite www.turnierservive-jungk.de.