Respekt 2013 für Luisa, Herbert und Ilias

Stolz auf die Preisträger Ilias Azim (2. v. l.), Luisa Dallmann (4. v. l.) und Herbert Wiedergold (3. v. r.): (v. r.) MIT-Vorsitzender Dietmar Reddig, Hauptschulleiter Wilfried Osing, die CDU-Landtagsabgeordnete Editha Lorberg, Realschulleiterin Karen Rotter, Gymnasiumsleiterin Swantje Klapper und der Sponsor, RWS-Vorstandsvorsitzender Klaus Dombrowski. Foto: A. Wiese

Mittelstandsvereinigung Wedemark verlieh zum zehnten Mal ihren Schülerpreis

Wedemark (awi). Zehn Jahre ist es her, dass die MIT Wedemark, die Mittelstandsvereinigung der CDU, ihren ersten Schülerpreis RESPEKT verliehen hat. Dieser Preis geht jedes Jahr an jeweils den Zehntklässler von Hauptschule, Realschule und Gymnasium, der innerhalb eines Jahres den größten Notensprung geschafft hat. In diesem Jahr sind das Luisa Dallmann aus Mellendorf von der Realschule (von 3,4 auf 2,3), Herbert Wiedergold aus Bissendorf von der Konrad-Adenauer-Schule (von 3,3 auf 2,5) und Ilias Azim aus Mellendorf vom Gymnasium (von 2,4 auf 1,6).
Gemeinsam mit dem MIT-Vorsitzenden Dietmar Reddig übergab der Hauptsponsor dieses Jahres, Vorstandsvorsitzender Klaus Dombrowski, von der RWS Vermögensplanung Aktiengesellschaft, die Ehrenpreise und Geldprämien in Form von Aktiensparplänen im Wert von je 300 Euro. Als Gastredenerin begrüßte Reddig unter anderem die CDU-Landtagsabgeordnete Editha Lorberg. Das Jugendsinfonieorchester des Gymnasiums unter Leitung von Axel Matzanke umrahmte die feierliche Veranstaltung im Obergeschoss des umgebauten Airport-Hotels Brunnenhof in Bissendorf musikalisch. „Halt dich an mir fest“ von der Band Revolverheld in einer Bearbeitung für Orchester war eines der Stücke, das hervorragend zu der Veranstaltung passte. MIT-Vorsitzender Dietmar Reddig freute sich, bei dieser zehnten Preisverleihung mit großem Orchester aufwarten zu können, nachdem in den Vorjahren Entertainer oder Solisten diesen Part übernommen hatten. Er begrüßte neben Dombrowski und Lorberg die drei Schulleiter Swantje Klapper, Karen Rotter und Wilfried Osing, den ehemaligen Preisträger Vincent Lubbe, den stellvertretenden MIT-Landesvorsitzenden Hartmut Valentin, den Neustädter MIT-Vorsitzenden Dr. Peter Gerholt sowie die Preisträger und ihre Familien. Der Respekt-Preis, den die MIT Wedemark vor zehn Jahren ins Leben gerufen habe, habe mittlerweile einen ganz besonderen Stellenwert bekommen, sei von anderen MITs wie zum Beispiel Neustadt übernommen worde, sagte Dietmar Reddig mit berechtigtem Stolz. „Wir wollten Leis-tung wieder in den Fokus bringen, viel zu sehr herrschte der Spaßfaktor vor. Wir wollten allerdings auch einen transparenten Preis schaffen und haben uns daher für die Honorierung des Leistungszuwachses und nicht des besten Schülers entschieden, führte der Wedemärker MIT-Chef aus. Ausdrücklich dankte er allen Sponsoren der letzten zehn Jahre und der aktuellen Veranstaltung, die die Preisverleihung überhaupt erst möglich gemacht hätten. Als erster Gastredner berichtete Vincent Lubbe, dass er selbst vor vier Jahren den Respektpreis erhalten habe und ziemlich stolz darauf gewesen sei. „Ich war von jeher ein fauler Schüler, habe nie mehr gemacht als ich musste. Dann habe ich diesen holperigen Weg verlassen und einen neuen betreten.“ Für ihn habe mit der Erkentnis, dass es auf die eigene Leistung ankomme, wenn man die Welt verbessern wolle, ein neues Leben angefangen. Viele Möglichkeiten hätten ihm auf einmal offen gestanden, erinnerte sich Vincent Lubbe und erwähnt in diesem Zusammenhang auch seine redaktionelle Mitarbeit beim Wedemark ECHO. „Wenn Ihr erst einmal verstanden habt, dass Eure einzige Grenze ihr selbst seid, könnt Ihr viel erreichen“, gab Vincent Lubbe den aktuellen Preisträgern mit auf den Weg. Die CDU-Landtagsabgeordnete Editha Lorberg betonte, sie habe Respekt vor dem, was die MIT geschaffen habe und sei stolz, so etwas in der Wedemark zu haben. „Ich finde es hervorragend, dass gewürdigt wird, dass junge Menschen solche Leistungen erbringen“, erklärte die CDU-Politikerin. Viel sei in dieser Zeit von Schulstress die Rede. Eher müsse man sich fragen, ob nicht in erster Linie der Freizeitstress den Schulstress ein Stück weit transportiere. Lorberg kam auch zu dem Schluss, die Noten abzuschaffen, wäre der falsche Weg: Keiner wüsste, wie er spielen und wo er noch üben müsste!“ Auch Gymnasiumsleiterin Swantje Klapper thematisierte dieses Thema: „Unsere Schulen bescheinigen Leis-tung mit Noten. Das ist zurzeit nicht so populär.“ Die deutsche Gesellschaft befinde sich gerade in einem echten Wertediskurs. Anschließend übergaben Klaus Dombrowski und Dietmar Reddig die Preise an Luisa Dallmann, Herbert Wiedergold und Ilias Amzer. Der Gymnasiast Ilias hat seine Wurzeln in Afghanistan, von wo seine Familie 1985 kam, ist aber selbst wie auch seine Geschwister in Deutschland geboren.