Resser Heidehoppers wurden 25 Jahre alt

Gruppenbild der Resser Heidehoppers anlässlich der Feier des 25. Geburtstages der Squaredance-Gruppe. Fotos: A. Wiese
 
Die Figuren werden angesagt und müssen spontan umgesetzt werden.

Über tanzfreudigen Zuwachs würde sich die Squaredance-Gruppe freuen

Resse/Mellendorf (awi). Die Wiege der Resser Heidehoppers, die jetzt ihren 25. Geburtstag feierten, liegt, wie es der Name sagt, in Resse. Die Idee für eine Squaredance-Gruppe wurde auf einem Gemeindefest in Resse Anfang der 90er Jahre geboren. Nach ersten Tanzabenden und einer Anfänger Gruppe im Dachgeschosse des evangelischen Gemeindehauses, gab es 1994 im Frühjahr die offizielle Clubgründung. Doch seit mittlerweile 20 Jahren sind die Resser Heidehoppers nach Mellendorf „ausgewandert" und treffen sich dort jeden Mittwoch um 19 Uhr im Gemeindehaus der katholischen Kirche am Karpatenweg. Und hier wurde jetzt auch der 25. Geburtstag gefeiert, mit Gästen aus anderen Squaredance-Gruppen und natürlich ganz viel Musik und Tanz.
Die Vorläufer des Squaredance – Volkstänze, die von europäischen Einwanderern nach Amerika gebracht und dort im Laufe der Jahrzehnte weiterentwickelt wurden. So entstand der Squaredance, der mit dem zweiten Weltkrieg von amerikanischen Soldaten nach Europa zurückgebracht wurde. In deuetschland und dem angrenzenden Ausland gibt es mittlerweile über 500 Squaredance-Clubs, die alle einer Vereinigung angeschlossen sind, der European Association of American Squaredance Clubs. Das Grundprogramm umfasst 70 Figuren, die alle Tänzer beherrschen sollten. Getanzt wird in Gruppen zu je vier Paaren, die anden Linien des gedachten Quadrates stehen. Die Tänze bestehen aus aneinandergereihten Figuren, die der Ansagen (Caller) frei auswählt und in verschiedenen Kombinationen zu unterschiedlicher Musik durch Ansagen der Namen vorgibt. Eine feste Abfolge wie bei anderen Volkstänzen gibt es nicht. Überhaupt ist der Caller die wichtigsten Person beim Squaredance, denn ohne Caller kein Tanzen. Die Ansagen erfolgen grundsätzlich in englsicher Sprache, was für die Tänzer aber kein Problem ist. Die Figuren sind weltweit standardisiert, so dass Tänzer aus anderen Städten, Ländern, ja sogar Kontinenten, miteinander tanzen können. Es gibt keine Wettbewerbe, Spaß und Geselligkeit stehen im Vordergrund. Beim American Squaredance ist jeder willkommen, ob als Paar, Single oder Frende. Wer als Frau keinen Petticoat tragen möchte, wählt alternativ einen weiten langen Rock oder zieht einfach eine Jeans an und tanzt als Boy.
Mit zehn Class-Mitgliedern ohne Vorkenntnisse seien die Resser Heidehoppers vor 25 Jahren gestartet, erinnert sich Initiatorin Gabriele Großkopf, die 1978 graduiert wurde und nach einer Pause Ende 1989 Caller lernte. Heute habe der Club 25 Mitglieder, etwa pari pari Männer und Frauen. Präsidentin ist Karin Piezonka aus Bissendorf-Wietze. Der Altersdurchschnitt ist Mittelalter bis älter, schätzt Gabriele Großkopf. Öffentliche Auftritte haben die Heidehoppers nicht mehr so viele wie früher, der letzte war beim WedeMarkt im Sommer. Die Mitglieder hoffen, weitere Interessenten für ihr Hobby begeistern zu können, dann würden sie auch wieder eine Anfänger-Class anbieten, da ein Quereinstieg kaum möglich ist. Begeisterte Squaredancerin ist auch Claudia Wrede, und zwar ebenfalls seit 25 Jahre, obwohl sie blind ist. Ihr Handicap hindert sie nicht am Tanzen. „Der Caller ist mein Mann. Zuhause stellen wir uns kleine Figuren auf den Tisch und daran orientiere ich mich, welche Figur welche ist." Wenn für die Resser Heidehoppers eine neue Anfängergruppe zustande kommt, wäre also auch eine Sehbehinderung kein Problem. Interessenten melden sich bei Gabriele Großkopf per E-Mail unter grosskopf-resse@t-online.de.