Resser Ortsrat formiert sich neu

Der Resser Ortsrat stellt sich vor: Henning Schwentker (sitzend v. l.), Torsten Thiele und Gerd Kaufmann (alle CDU) sowie Jochen Pardey (stehend v. l.), Marion-Isabell Lenz, Jörg Woldenga und Kai Tschentscher (alle SPD). Foto: B. Stache

Jörg Woldenga bleibt Ortsbürgermeister, Gerd Kaufmann wird Stellvertreter

Resse (st). Am Montagabend hatte der alte und neue Ortsbürgermeister von Resse, Jörg Woldenga (SPD), zur konstituierenden öffentlichen Sitzung des Ortsrates in das Moorinformationszentrum eingeladen. Ein Hauptaugenmerk der über 30 Anwesenden lag an diesem Abend auf der Wahl des Ortsbürgermeisters und seines Stellvertreters. Jeweils einstimmig und in offener Wahl wurden – ohne Gegenkandidaten – der bisherige Amtsinhaber Jörg Woldenga zum Ortsbürgermeister, und Gerd Kaufmann (CDU) zum Stellvertreter gewählt. Die beiden im Resser Ortsrat vertretenen Parteien benannten zum Abschluss der knapp eineinhalbstündigen Versammlung ihre Sprecher: Marion-Isabell Lenz (SPD) und Torsten Thiele (CDU). Dem politischen Gremium, das für die nächsten fünf Jahre von den Bürgerinnen und Bürgern den Auftrag erhalten hat, sich für den Ort einzusetzen, gehören auf Seiten der SPD auch noch Jochen Pardey und Kai Tschentscher sowie die CDU Mitglieder Henning Schwentker und Torsten Thiele an. Bevor Ortsbürgermeister Woldenga den neu formierten Ortsrat gemäß Paragraph 60 des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes (NKomVG) verpflichtete und die Pflichtenbelehrung nach Paragraph 43 NKomVG vornahm, verabschiedete er vier ehemalige Ortsratsmitglieder mit Urkunden, Blumen und einem Getränkepräsent und dankte allen für ihr ehrenamtliches Engagement. Andreas Ringat (CDU) sowie Gerald Judel (FDP) hatten dem Gremium fünf Jahre lang angehört, Wilhelm Schwentker (CDU) war seit 1991 Mitglied im Gemeinde- und Ortsrat. Bereits im Oktober 1987 kam Ingo Sievers (CDU) als Nachrücker in den Ortsrat Resse, dem er bis 2011 angehörte und dessen Geschicke er von 1992 bis 2006 als Ortsbürgermeister lenkte. In einer launigen Rede erinnerte Sievers an so manche Ereignisse aus seiner aktiven Zeit im Ortsrat und verabschiedete sich mit dem vielversprechenden Hinweis: „Ich tauche nicht unter.“ Im Zuge der Sitzung hatte Max Hüsken von der Verwaltung der Gemeinde Wedemark über die Errichtung der Stelenwand am 28. November auf dem Resser Friedhof und den Austausch des hölzernen Bushaltehäuschens an der Schule informiert. Zwei Anträge gab es für den neuen Ortsrat zu bearbeiten. Der Verein Bürger für Resse hatte einen Zuschuss für Mobiliar im Moorinformationszentrum beantragt: 1076 Euro wurden bewilligt. Einstimmig angenommen wurde der zweite Antrag, den die CDU- und SPD-Fraktion gemeinsam gestellt hatten. Darin fordert der Ortsrat die Gemeindeverwaltung auf, für das Gebiet der jetzigen Gärtnerei Marwitz eine Überplanung vorzunehmen, mit dem Ziel, bei Aufgabe des Betriebes – auch in Teilbereichen – einen Bebauungsplan für die gesamte Fläche aufzustellen. Ortsbürgermeister Jörg Woldenga nutzte die Sitzung zu einem besonderen Plädoyer für das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde. Er hob dabei die Leistungen des Vereins Bürger für Resse hervor, der mit seinen Projekten, wie dem Ärztehaus und dem Einkaufsmarkt, wesentlich zur Steigerung der Bedingungen für einen lebenswerten Ort beigetragen habe. Als Anerkennung für die Arbeit im Zuge des Regionswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ überreichte Woldenga dem Vereinsvorsitzenden Jochen Pardey eine Urkunde.
Bürgermeister Tjark Bartels und Woldenga hatten diese als Sonderpreis mit einem Prämienscheck in Höhe von 1000 Euro in der vergangenen Woche im Neustädter Schloss Landestrost von Regionspräsident Hauke Jagau überreicht bekommen. Der Ortsbürgermeister versprach, auch weiterhin den Verein Bürger für Resse zu unterstützen: „Gemeinsam haben wir große Chancen, wenn wir kooperieren.“ Jörg Woldenga schloss die Ortsratssitzung mit dem richtungsweisenden Zitat von Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“