Riesen-Andrang beim Rathaus-Rundgang

Bürgermeister Tjark Bartels begrüßte die Funktionsträger aus Politik und öffentlichem Leben im neuen Rathaus. Foto: Th. Schirmer
 
Das neue Rathaus am Fritz-Sennheiser-Platz 1. Foto: Th. Schirmer

Gemeindeverwaltung lud Funktionsträger aus Politik und öffentlichem Leben ein

Wedemark (Sch). Der Umzug ist geschafft, die meisten Kisten bereits ausgepackt und die ersten Bürgerinnen und Bürger von neuer Wirkungsstätte aus begrüßt – kurz das neue Rathaus ist in Betrieb. Grund genug für Bürgermeister Tjark Bartels, den Funktionsträgern aus Politik und öffentlichen Leben der Gemeinde das neue Domizil der Verwaltung im Rahmen eines Rundgangs am Mittwochabend vorzustellen.
So lange und intensiv über die Realisierung dieses Vorhabens nachgedacht, diskutiert und in früheren Lösungsansätzen auch gestritten wurde, so einig waren sich die Gäste am Mittwoch angesichts des gelungenen Neubaus, dass dieser Schritt überfällig war – schließlich konnten sich einige unter ihnen wie Alt-Bürgermeister Wilfried Willers noch daran erinnern, dass die ersten Gespräche über die Notwendigkeit eines neuen Rathauses bereits Anfang der 70er Jahre geführt wurden. Bartels merkte in seiner Begrüßung denn auch mit einem Augenzwinkern an, dass so mancher Bewerber für einen Verwaltungsposten mit Blick auf das alte Dienstgebäude im Nachhinein offenbarte, beim ersten Eindruck der Wedemärker Verwaltungsstätte von der doch sehr ungewöhnlichen Gebäudelösung in einem Mehrfamilienhaus zunächst irritiert bis abgeschreckt worden zu sein. Nun habe die Gemeinde ein modernes und repräsentatives Rathaus, das allen Anforderungen an solch einen Verwaltungssitz und Arbeitsraum für rund 150 Mitarbeiter entspreche. Natürlich sei auch ein Stück Wehmut bei dem einen oder anderen lang gedienten Mitarbeiter dabei, seine alte Wirkungsstätte zu räumen, aber die neue Lösung sei schnell angenommen worden. Bartels dankte seinem Mitarbeiterstab für die engagierte und präzise Umsetzung des Umzugs, der hervorragend geklappt habe. Dank sprach er auch dem Architektenbüro sowie dem ausführenden Bauunternehmen aus, die nicht nur mit äußerst bescheidenen Mitteln eine bestmögliche Lösung für den Neubau realisiert haben, sondern auch den sehr engen Zeitplan vom ersten Spatenstich bis zur Eröffnung des neuen Rathauses einhalten konnten. Zufrieden zeigte sich Bartels angesichts der Aufrechnung von Einsparpotenzialen gegenüber den Finanzierungsbelastungen für den Neubau. Durch den Wegfall von Mieten, Datenleitungsgebühren und Fahrtzeiten von Mitarbeitern zwischen den alten Standorten sei diese Gleichung aufgegangen, unterstrich der Bürgermeister und fügte mit Blick auf die energetischen Vorteilen des Neubaus gegenüber dem alten Rathaus schmunzelnd hinzu, dass der Altbau an der Stargarder Straße vermutlich das einzige Gebäude sei, „das man mit einer Wärmebildkamera vom Mond aus sehen kann.“ Froh zeigte er sich über die Barrierefreiheit des Neubaus, der nun endlich allen Mitarbeitern und Besuchern den Zugang zum Rathaus ermögliche. Im anschließenden Rundgang der Gäste durch das neue Rathaus durften schließlich Büros besichtigt und fast alle Winkel und Ecken des Neubaus erforscht werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung staunten dabei noch ebenso wie die zahlreichen Gäste, und einige gaben zu, sich schon noch manchmal zu verlaufen. Am Ende des Abends waren sich aber alle einig, dass mit dem neuen Rathaus im Sinne der Bürger und Verwaltungsangestellte eine gute Lösung gelungen sei.