Riesen-Pilz in Mellendorf entdeckt

Herta Bleckert (lrechts) zeigt ihrer Nachbarin Brigitte Warmbold, wo sie den Riesenpilz mit einem Durchmesser von 24 Zentimetern, von dem sie sich nicht ganz sicher ist, ob es sich um einen Steinpilz oder eine Martone handelt, gefunden hat: Nicht etwa im Wald, sondern mitten in Mellendorf, vor dem Kindergarten an der Krausenstraße gegenüber von ihrem Wohnhaus. Foto: A. Wiese

Marone oder Steinpilz – Herta Bleckert traute ihren Augen nicht

Mellendorf (awi). Manchmal liegt das Gute so nah! Dieses alte Sprichwort hat sich für Herta Bleckert aus Mellendorf bewahrheitet. Viele Jahre ging die 84-Jährige mit ihrer Nachbarin Brigitte Warmbold im Herbst in die Wälder am Brelinger Berg, um Pilze zu sammeln. Weil das mit dem Laufen schwieriger geworden ist, geht das mittlerweile nicht mehr. Und da entdeckte die Mellendorfer jetzt ein Prachtexemplar von einem Pilz direkt auf der anderen Straßenseite ihres Wohhauses vor dem Kindergarten an der Krausenstraße unter einem Busch. „Ich habe gleich ganz aufgeregt nach meiner Nachbarin gepfiffen, weil ich es gar nicht glauben konnte“, erzählt die alte Dame. Sie tippt auf eine Marone mit den stattlichen Ausmaßen von 33 mal 24 Zentimetern. Andere Experten halten den Riesenpilz eher für einen ob seiner Größe etwas ungewöhnlich geformten Steinpilz. Egal, essbar sei er auf jeden Fall, sagt Brigitte Warmbold, die den Pilz mit demstolzen Gewicht von 1.650 Gramm zum Verzehr geschenkt bekommen hat und ihn sich mit Zwiebeln und Speck schmoren will. „Aber das ist bestimmt mehr als eine Mahlzeit“, ist sie überzeugt.