Riesen-Sonnenblume fasziniert

Walter Niggemeier ist zu Recht stolz auf seine mehr als drei Meter hohe Sonnenblume. Er hat sie mit einem Rohr abgestützt. Foto: A. Wiese

Walter Niggemeier staunt täglich über das Musterexemplar

Mellendorf (awi). Sie guckt mittlerweile direkt ins Küchenfenster und nickt Familie Niggemeier freundlich zu: die Sonnenblume im Garten der Niggemeiers an der Bissendorfer Straße in Mellendorf. Wie viele ihrer Kolleginnen hat sie sich selbst ausgesamt – eine Folgeerscheinung der vielen Vogelfutterhäuschen, die der 84-jährige Walter Niggemeier in seinem Garten hat und im Winter fleißig bestückt. Die meisten Kerne fressen die Vögel zwar, einige fallen aber auch auf die Erde und entwickeln sich zu neuen Sonnenblumen, aus denen Walter Niggemeier dann im nächsten Sommer wieder Kerne entnimmt, um mit ihnen die Vögel zu füttern. Ein schöner Kreislauf! Ein solches Musterexemplar wie in diesem Jahr hat er aber noch nie gehabt. Die Drei-Meter-Grenze hat sie bereits locker überschritten. „Und wir haben nichts Besonderes damit gemacht, ein wenig Kompost in die Erde als Dünger wie überall im Garten, sonst nichts“, wundert sich der Senior, der sich trotz seines hohen Alters genau wie seine Frau mit viel Liebe zum Detail um seinen großen Garten kümmert. Seit 1957 leben die Niggemeiers auf ihrem Grundstück an der Bissendorfer Straße. Als sie damals ihr Haus bauten, waren sie der Ortsrand von Mellendorf. Auch die katholische Kirche gab es damals noch nicht. Jede Pflanze in ihrem Garten habe sie selbst in die Erde gesetzt und ihr schönes Häuschen vergrößert und für die Kinder und Enkel angebaut, die das Fleckchen Erde genauso lieben wie Walter Niggemeier und seine Frau.