Schlauchturm ist fast fertig

Freuen sich über den sanierten Schlauchturm: Bürgermeister Helge Zychlinski (v.l.), Ortsbrandmeister Markus Kablitz, Hans-Joachim von Einem und Fachbereichsleiter Harald Hesse.

Historisches Gebäude wurde rundum saniert

Wennebostel. Hell leuchtet das neue Holz in der Sonne – der historische Schlauchturm in Wennebostel wurde rundum saniert und mit Fördermitteln wieder zu einem strahlenden Wahrzeichen für den Ort gestaltet. Im Laufe der letzten Jahrzehnte sah man dem ortsbildprägenden Bauwerk aus dem Jahr 1926 sein Alter deutlich an. Zudem war es stark sanierungsbedürftig: „Ohne die Arbeiten hätte der Turm wohl abgerissen werden müssen, weil seine Standfestigkeit nicht mehr gegeben war“, erinnert sich Bürgermeister Helge Zychlinski an die Zeit vor Sanierungsbeginn. Ortsbürgermeister Hans-Joachim von Einem setzte sich deshalb dafür ein, öffentliche Fördergelder einzuwerben. In den Gemeindehaushalt wurden Mittel eingestellt und eine gelungene Spendenaktion von Bürgerinnen und Bürgern unterstützte das Vorhaben mit zusätzlichen 3.300 €. Schließlich erhielt das Projekt die Förderzusage in Höhe von 20.000 € aus dem Programm LEADER-Region Meer & Moor. Auch die Region Hannover ist mit rund 5.500 € im Kreis der Förderer. Koordiniert vom Ortsbürgermeister nahm das Vorhaben dann Fahrt auf.
Die Fundamente wurden komplett neu erstellt, ohne dass der Turm darüber abgerissen werden musste. Dafür haben Handwerker einen Teil der tragenden Konstruktion neu aufgebaut; an einigen Stellen konnten die alten Balken bleiben, mussten aber verstärkt werden. Die Außenhaut des Turms ist komplett und neu auf die tragende Konstruktion aufgebracht worden. „Noch sieht das Holz hell aus“, sagt Harald Hesse, Fachbereichsleiter Gebäude und Flächen bei der Gemeindeverwaltung bei der gemeinsamen Besichtigung. „Das wird im Laufe der Zeit aber dunkler und wieder den gewohnten Anblick bieten.“
An Umwelt- und Artenschutz wurde ebenfalls gedacht: Am Turm sind vier neue Mauerseglernisthilfen und einen Fledermauskasten angebracht und warten auf neue geflügelte Nutzer. Zwei alte Nistkästen konnten wieder montiert werden. Auch ein Schleiereulenkasten prangt am Turm. Die Nisthilfen wurden vom NABU Wedemark zur Verfügung gestellt. Jetzt werde noch geprüft, wie der Turm von innen mit einer Treppe erschlossen werden könne, schaut Harald Hesse nach vorne. Positiver Effekt des Projektes: Das an den Turm angrenzende Lagergebäude erhielt ebenfalls eine Frischekur. Das Dach wurde neu eingedeckt, das Tor erneuert und die Fensterläden ersetzt. Die Gesamtmaßnahme kostet rund 50.000 €, von denen die Gemeinde rund 43 Prozent übernimmt.
Die Unterstützer sind mit dem Projekt zufrieden. „Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten hat reibungslos funktioniert“, resümiert Ortsbürgermeister Joachim van Einem. Er schmiedet bereits Pläne für das Areal rund um den Schlauchturm. Immerhin sei das eine exponierte Stelle. Es liegt direkt am Europawanderweg E1. Deshalb könne er sich vorstellen, die Aufenthaltsqualität des Bereiches künftig noch weiter aufzuwerten.