Schützenfest am neuen Ort

 

Die Schützen waren insgesamt sehr zufrieden

Bissendorf (awi). Es hatte sie gegeben, die Skeptiker im Vorfeld: Ob das was wird, ohne Festzelt, das Essen im Schützenhaus, so ein kleiner Festplatz? So lauteten die Fragen der Zweifler. Doch sie waren nicht berechtigt. Der Festplatz war reichlich groß genug, alle Wagen vom Fischbrötchenverkäufer bis zur Schießbude samt Kinderkarussell im Mittelpunkt aufzunehmen. Lediglich auf einen Autoscooter musste verzichetet werden. Aber hat der wirklich gefehlt? Das Schützenhaus erstrahlte hübsch geschmückt in seinem neuen Anstrich und alle, die am Essen am Samstagabend wie auch am Frühstück am Sonntagmorgen teilnehmen wollten, fanden einen Platz und bekamen ihren Teller. Manchmal muss man einfach nur den Mut zu Veränderungen haben, sie müssen nicht schlechter sein, könnte das Fazit dieses Schützenfestwochenendes heißen. Und wie um die Bissendorfer Schützen für ihren Mut zu belohnen, spielte diesmal auch das Wetter mit. Strahlender Sonnenschein begleitete die Schützen bei ihren Ausmärschen. Lediglich einen Wermutstropfen gab es: Zum wiederholten Mal ist es der Gemeinde nicht gelungen, Schützen und Hochzeitsgesellschaft im Amtsgarten zu koordinieren, obwohl die Schützen die Verantwortlichen im Vorfeld erneut rechtzeitig angeschrieben und darauf aufmerksam gemacht haben, dass sie wie jedes Jahr am Sonnabend des Wochenendes nach Pfingsten um 14 Uhr im Amtsgarten vor dem Kavaliershaus ihre Majestäten proklamieren würden. Doch als die Vorhut der Schützen dort ihren Pavillon für den Getränkeausschank aufbauen wollte, fand sie den Amtsgarten belegt: Das frisch getraute Hochzeitspaar Sabine und Karsten Krenn aus Bissendorf-Wietze empfing bei Catering und Getränken sowie soften Saxophonklängen seine Gäste und war seinerseit über den mit Trommelwirbel einmarschierenden Schützenumzug „not amused“, wie es so schön heißt. Doch Vorsitzender Christian Petereit bekam die Kuh vom Eis, holte das davon eilende Brautpaar zurück in den Kreis der Schützen und gratulierte mit einem dreifachen „Korn, Korn, Korn“. Ruckzuck war der Pavillon vor dem Kavaliershaus entfernt und die Proklamation der Könige konnte wie immer stattfinden: Schützenkönig Dirk Pluschke setzte sich gegen Michael Hauschild und Christian Petereit durch, Schützenkönigin Melanie Hauschild behauptete sich gegen Waltraud Pluschke und Susanne Petereit, Jugendkönig Aurelius Riedel verwies Dario Pluschke und Aline Sieck auf die Plätze und Kinderkönigin Jona Ann Petereit hatte die Nase vor Sabrina Ziem vorne. Als Bürgerkönig verdiente sich Hendrik Häußer die vom Ortsrat gestiftete Zimmerscheibe vor Andrea Giese und Helmut Dohnke.
Dohnke errang dafür mit einem Glücksschuss den Ortsratsbecher vor Christa Bogenschütz und Hendrik Häußer. Saskia Pluschke gewann die Junggesellenkette, Waltraud Pluschke die Gerd-Höfer-Kette, Christian Petereit den Wanderpokal Pistole und Uwe Renders den Schützenhauspokal. Den besten Schuss mit dem Gewehr gab Christa van Geldern ab, die Damenscheibe Luftgewehr holte dieses Jahr Dunja Pluschke und die Pistolenscheibe Dieter Hauschild. Die Kyffhäuserkette kann sich Peter Biewer umhängen und den großen Stern der Realgemeinde hängt sich Cord Knibbe für ein Jahr ins Wohnhzimmer. Der beste Schuss mit der Pistole kam aus der Waffe von Dieter Hauschild und die Jugend-Pistolenkette schließlich ging in diesem Jahr an Dario Pluschke.