Schulbücherei ist wieder in Betrieb

Können nachvollziehen, dass die Kinder sich in der Mellendorfer Grundschulbücherei wohlfühlen: Fördervereinsvorsitzende Heike Siedenberg (von links), Malermeister Andreas Jens, Schulleiter Thomas Wenzel und die beiden Büchereimütter Silke Oelze und Katrin Badel. Foto: A. Wiese

Umfangreiche Renovierung ist abgeschlossen, Nutzung jetzt wieder erlaubt

Mellendorf (awi). „Wenn wir die Schulbücherei coronabedingt schon pausieren müssen, können wir die Zeit auch für eine grundlegende Renovierung nutzen“, sagte sich der Förderverein der Grundschule Mellendorf mit seiner Vorsitzenden Heike Siedenberg im letzten Jahr. Schließlich waren Teppich, der Anstrich und die Möbel nach 21 Jahren stark in die Jahre gekommen. Doch dass es über ein Jahr dauern würde, bis die Bücherei wieder eröffnet werden würde, hätten die Verantwortlichen da nicht gedacht. Und das lag nicht an der Renovierung. Die wurde von Malermeister Andreas Jens aus Elze zügig und kompetent erledigt, die Wände in hellen Farben frisch gestrichen, Fenster- und Türrahmen lackiert und ein kuscheliger, allergikergeeigneter Teppichboden verlegt. Und Malermeister Jens tat zudem noch mehr: Er spendete 300 Euro seines Arbeitslohns zurück an den Förderverein, der dafür den Bücherbestand aufstocken und bei der Buchhandlung von Hirschheyddt einkaufen konnte, die der Grundschule stets großzügig Rabatt gewährt. Doch Corona verhinderte die Eröffnung nach den Sommerferien im letzten Jahr. Erst ein Jahr später ist nach den Pandemieregeln die Nutzung der Bücherei jetzt wieder möglich: kohortenweise für jede Klasse in einer Pause pro Woche, sehr zur Freude der ehrenamtlichen Büchereimütter Katrin Badel und Silke Oelze und natürlich auch von Schulleiter Thomas Wenzel. Der nutzt die Bücherei zugleich auch als Differenzierungsraum für Förderschüler und freute sich daher ganz besonders, dass Malermeister Andreas Jens beim Pressetermin letzte Woche spontan zusagte, sich auch noch um Jalousien für Tür und Fenster zum Gang zu kümmern, als er erfuhr, dass der Förderverein dafür sparen wolle. „Ich mach das, gehört ja auch zu unserem Portfolio“, versprach Jens ohne große Umstände. Auch die Gemeinde habe bei der Renovierung der Bücherei gut mitgezogen, betonte die Fördervereinsvorsitzende Heike Siedenberg. In dem Raum, der früher einmal als Werkraum genutzt wurde, hing nämlich noch ein Waschbecken, das nicht genutzt wurde und nur störte. Die Demontage und der Verschluss der Wasser- und Abwasserleitung war allerdings aufwändiger als gedacht. Doch am Ende sieht jetzt alles sehr schön aus und die Kinder können es sich auf den neuen Sofas und Sitzsäcken mit den neuesten Ausgabe von „Lottaleben“, „Drei Fragezeichen für Kids“ und „Schule der magischen Tiere“ bequem machen.