„Schulfrühstück war die wichtigste Idee“

 

Schulleiter und der Bürgermeister loben die fleißigen Frühstücksmütter

Mellendorf (awi). Rund 150 Gäste konnten Christiana Berger und Silke Hemme-Depke vom Förderverein im Schulzentrum am Dienstagabend zu ihrer Festveranstaltung „20 Jahre Frühstücksmütter“ begrüßen. Gründungsmitglieder, amtierende und ehemalige Schulleiter, Schülersprecher, Bürgermeister und erste Gemeinderätin gehörten zu den Gäs-ten. Eine Lobeshymne löste auf dem Podium die nächste ab.
Als erster Redner lobte Bürgermeister Tjark Bartels „20 Jahre Erfolgsgeschichte Frühstücksmütter“. Die Wedemärker Mütter seien vor 20 Jahren die Vorreiter in Niedersachsen gewesen, hätten viele Nachahmer gefunden, setzten sich für ein gesundes und leckeres Frühstück für die Schüler ein, und das zu einem sehr günstigen Preis, der wirklich allen Schülern ein gesundes Frühstück ermögliche. Im neuen Schulzentrum verfügten die Frühstücksmütter jetzt über einen eigenen Raum und eine richtige, abschließbare Küche. Bartels dankte den Generationen von Frühstücksmüttern und -vätern für die tausende von Brötchen, die sie geschmiert hätten und versprach, einen Tag beim Brötchen schmieren zu helfen. „Ich nehme Sie beim Wort“, versicherte daraufhin die Vorsitzende Christiana Berger. Nach einem launigen Einblick in den Alltag der Frühstücksmütter durch die drei Schulleiterinnen Swantje Klapper (Gymnasium), Karen Rotter (Realschule) und Heike Schlimme-Graab (IGS) bedankten sich die drei Damen mit Präsentkörben bei Christiana Berger und ihrer Vertreterin Silke Hemme-Depke und lobten das vielfältige Angebot des Schulfrühstücks, das im Laufe der Jahre ständig erweitert worden sei und nicht nur von den Schülern, sondern auch von den Lehrern begeis-
tert angenommen werde. Schülersprecher Vincent Lubbe vom Gymnasium bedankte sich im Namen der Schüler ebenfalls bei den Frühstücksmüttern, versicherte, dass das Frühstück, auch wenn es gesünder geworden sei, immer noch schmecke und gab dann einen von Klavier unterlegten Gesangsbeitrag zum Bes-
ten, mit dem er Lacher und Applaus auf seiner Seite hatte. Die Geschichte des Schulfrühstücks (das ECHO berichtete ausführlich am Sonnabend) ließ der ehemalige Realschulleiter Hartmut Lunze Revue passieren, der die Entstehungsgeschichte ebenso wie sein Kollege Joachim Fichtner vom Gymnasium hautnah miterlebt hatte. 20 Jahre seien ein stattliches Alter für eine Initiative, der viele bei ihrem Start nur eine kurze Lebensdauer vorhergesagt hätten, so Lunze. Das Angebot der Mütter hätte die Gänge zum Supermarkt reduziert. Der Verkauf von Süßigkeiten beim Hausmeister sei kurz zuvor schon durch einen Erlass untersagt worden. Mit ihrem Kampf für die Steuerbefreiung von Frühstücksinitiativen seien die Wedemärker Frühstücksmütter landesweit in einer Führungsrolle gewesen und hätten viel für all diejenigen erreicht, die ihnen nachgeeifert hat. Zum Abschluss hörten die Gäste noch einen kurzweiligen Vortrag der Kochbuchautorin Bettina Matthaei aus Hamburg über Gewürze, dem Geschmacksproben am liebevoll aufgebauten kalten Büfett für alle folgten. Getränke schenkten diesmal die Schüler aus.