Schulterschluss beeindruckt Bischof

Landesbischof Ralf Meister (Vierter von links) wurde beiseinem Besuch in der KitamiTu begleitet von Caren Holstein-Lemke (von links), Lars Arneke, Christiane Schulte, Ralf Meister, Holger Grünjes, Elke Gruschke , Wiebke Rose, Daniela Kies, Helge Zychlinski und Michael Brodermanns.Fotos: A. Wiese

Ralf Meister besucht nach Brand evangelische Krippengruppe in KiTamitTu

Mellendorf (awi). Der Brand des evangelischen Gemeindehauses der St. Georg-Kirchengemeinde in Mellendorf hat die Wedemark in den Fokus des Interesses auch auf höchster kirchlicher Ebene gerückt: Am gestrigen Freitag hat Landesbischof Ralf Meister der Krippengruppe, die übergangsweise in der gemeindlichen Kindertagesstätte mit Turm untergeschlüpft ist, einen kurzen Besuch abgestattet und hinterher gemeinsam mit Bürgermeister Helge Zychlinski und Pastor Michael Brodermanns den Brandort am Kirchweg in Augenschein genommen, wo bereits die Brandsanierer ihre Arbeit verrichten und die kontaminierte Einrichtung aus dem Gemeindesaal holen, um sie in Braunschweig einzulagern und zu prüfen, was nach einer fachgerechten Reinigung noch verwendbar ist.
Bei seinem Besuch im Kindergarten KitamitTu, wo Leiterin Christiane Schulte und ihr Team die kirchlichen Kollegen mit offenen Armen aufgenommen und ihren Bewegungsraum für eine Gruppe zur Verfügung gestellt haben, wurde Meister von Superintendent Holger Grünjes, dem pädagogischen Leiter des Kirchenkreises Lars Arneke, der Leiterin der evangelischen KiTa St. Georg, Caren Holstein-Lemke und ihren Mitarbeiterinnen Daniela Kies und Elke Gruschke sowie diversen Journalisten begleitet. Für Meister haben der Brand und die Welle der Hilfsbereitschaft und des Zusammenhalts, die daraus entstanden ist, eines deutlich gemacht: den Unterschied zwischen Land und Stadt. „Dies ist der Ausdruck einer Gemeinde, die keine urbane Qualität hat. Das ist das, was ich an unseren ländlichen Gemeinden so außerordentlich schätze“, betonte der Landesbischof. KiTamiTu-Leiterin Christiane Schulte bestärkte ihn in dieser Ansicht: „Hier gibt es ein Miteinander, hier hält man zusammen.“ Superintendent Holger Grünjes stellte fest, dass der Brand offenbart habe, dass „die Kirche im Dorf ist“ und sich die Identität des Ortes gezeigt habe. „Das sei oft so bei einer hohen Dramatik“, bestätigte Ralf Meister aus Erfahrung. Er habe sich auch besonders über die Unterstützung der Gemeindeverwaltung gefreut, fügte Pastor Michael Brodermanns an. Noch in der Brandnacht habe sich Bürgermeister Helge Zychlinski vor Ort informiert und Hilfe zugesagt. Wenige Stunden später seien Christiane Schulte und Caren Holstein-Lemke bereits im Gespräch gewesen. Jetzt sind dort die 15 Krippenkinder mit dem dringendsten Bedarf mit den Erziehern Wiebke Rose, Vanessa Wöhler und Sandra Erdmann untergebracht, fünf weitere mit Nicole Kai und Michelle Kleber in der evangelischen KiTa Resse und zwei mit Daniela Kies in der Außenstelle der evangelischen KiTa Kranichweg Am Sande. Auch für die zweite Gruppe zeichne sich eine Lösung ab, so Holstein-Lemke. Ihr bereitet die Zwischenfinanzierung etwas Sorge. Während das Gemeindehaus sehr gut versichert war, stehen für die Unterbringung der Krippengruppe für ein Jahr lediglich 50.000 Euro zur Verfügung. Wenn also finanzielle Unterstützung benötigt werde, dann für die Übergangszeit, allerdings nicht in Form von Sachspenden.