Schwerer Sturmschaden an der Kapelle

Das Dach der Brelinger Friedhofskapelle weist nach dem letzten Sturm schwere Schäden auf. Foto: F. Bernstorf
Brelingen. Deutlich umfangreicher als zunächst angenommen hat sich ein Sturmschaden von Mitte Februar an der Friedhofskapelle in Brelingen herausgestellt. Eine Orkanböe hat offenbar den Dachstuhl des Flachdaches so hart getroffen, dass die Holzkonstruktion in sich verschoben wurde. Die Reparatur dieses Schadens wird auf mindestens 45 000 Euro kalkuliert. Der massive Schaden am Dach der fast 50 Jahre alten Friedhofskapelle ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Doch bereits unmittelbar nach dem Sturm vom 16./17. Februar war Friedrich Bernstorf, dem Vorsitzenden des Friedhofs-Ausschusses der Kirchengemeinde, die seitliche Delle in der Flachdachkonstruktion aufgefallen. Der Orkan hat, wie sich bei weiteren Untersuchungen herausgestellt hat, die gesamte Dachkonstruktion an der Westseite eingedrückt und so verformt, dass sich an der gegenüberliegenden Ostseite eine Ausbuchtung zeigt. Mit der Feststellung des Schadens wurde die Friedhofskapelle für jegliche Nutzung gesperrt. Alle Trauerfeiern finden daher vorerst in der Brelinger Kirche statt.
Der Ausschussvorsitzende zog mit dem Ingenieur für Holzbau, Oliver Parth, und dem Architekten und Zimmermann, Enno Reinstorf, beide in Brelingen ansässig, zwei Fachleute zu Rate. Beide untersuchten den aus Holzbindern gefertigten Dachstuhl und stellten fest, dass die Konstruktion um etwa zehn Zentimeter aus dem Lot ist. Enno Reinstorf fertigte die Reparaturkostenschätzung an. Inzwischen hat die VGH-Versicherung, bei der alle kirchlichen Gebäude über einen Rahmenvertrag der Landeskirche auch gegen Sturm versichert sind, mitgeteilt, dass der Schaden reguliert wird. Wie die Reparatur ausgeführt werden kann, ist noch offen. Fest steht, dass die gesamte Dachabdeckung entfernt werden muss, um die Binderkonstruktion richten zu können. Ob dies ohne weiteres möglich ist, wird sich erst während der Reparaturmaßnahmen zeigen.