„Senioren-Engel fühlen sich gut betreut“

Alle Seniorenengel sind ab sofort mit selbst genähten Masken unterwegs. Foto: Privat

Anna Beckmann freut sich über selbst genähte Masken für ihr Team

Wedemark. Eigentlich ist es das Vereinsmotto „Gut betreut im Alter“, doch diesmal möchte der gemeinnützige Verein Senioren Engel-Wedemark e.V. sich öffentlich bei der Freiwilligenagentur Wedemark für deren gute Betreuung bedanken. Gleich zu Beginn der Corona-Krise hat sich Daniel Diedrich (Leiter der Freiwilligenagentur Wedemark) bei der Ersten Vorsitzende Anna Beckmann gemeldet und erfragt, was die Gemeinde Wedemark für den Verein tun könne und wie die Freiwilligenagentur bei der Betreuung unterstützen könne . Zu dem Zeitpunkt war dem Vereinsvorstand nur die Sicherstellung der Grundversorgung aller alten, erkrankten und an Demenz erkrankten Menschen in der Wedemark wichtig. Als Verein seien die Senioren Engel-Wedemark gut aufgestellt.
„Dennoch hat die Freiwilligenagentur nicht aufgegeben und weiter an uns gedacht“, erklärte Anna Beckmann. „Heute erhielt ich von dem Team der Agentur 100 selbstgenähte Mund- und Gesichtsschutzmasken, die andere Ehrenamtliche im Rahmen Ihres Homeoffices für den Verein genäht haben. Sogar die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Freiwilligenagentur haben in ihrer Freizeit Masken für uns genäht“ „Mir liefen die Tränen vor Freude“, beschrieb Anna Beckmann den Erhalt. „Nicht nur Masken, sondern auch für jede Betreuerin und jeden Betreuer gab es ein Fläschen Handdesinfektion, sowie eine kleine Anleitung zum richtigen Gebrauch“. Die fleißigen Näherinnen und Näher haben unterschiedliche Größen hergestellt, so dass wir bei den Masken zwischen Masken für Betreuerinnen und Masken für Betreuer unterscheiden können. "Gut betreut im Alter", ja, so fühlt sich der seit zwölf Jahren bestehende Verein durch die Freiwilligenagentur Wedemark. In den letzten 14 Tagen wurde von der Gemeinde Wedemark die Telefonkette für alleinlebende Menschen in der Wedemark ins Leben gerufen. Einige alleinlebende Vereinsmitglieder nehmen schon daran teil, um nicht nur täglich von ihren Betreuerinnen angerufen zu werden, sondern auch spannend mitzuerleben am Telefon jemanden neues kennen zu lernen. Neue Geschichten zu hören und sich auszutauschen. „Ein tolles Angebot, was hoffentlich auch nach der Corona-Krise bestehen bleibt“, hofft die Erste Vorsitzende. „Wir würden dabei auch gern weiter unterstützen“. Unsere Betreuten profitieren auch von dem grandiosen Netzwerk „Nachbarn helfen“ was die Freiwilligenagentur zusammen mit den Ev. Kirchen in der Wedemark auf die Beine gestellt haben. „Viele unserer Betreuten meiden die Außenwelt um sich nicht anzustecken“ weiß Beckmann. Sie lassen sich ihren Einkauf nach Hause bringen oder übergeben die Abholung von Medikamenten aus der Apotheke einfach jemanden von den 157 registrierten Helfern des Netzwerks. „Ich bin der Gemeinde Wedemark unendlich dankbar für deren Einsatz für unsere älteren Menschen in der Wedemark“ erklärt Anna Beckmann gegenüber der Presse. „Mit Bürgermeister Helge Zychlinski und seinen Mitarbeitern der Verwaltung haben wir eine Wohlfühlgemeinde, in der sich für uns eingesetzt wird.“
„Besonders von der Freiwilligenagentur und dem MGH Team fühlen wir uns „gut betreut“ und möchten öffentlich DANKE sagen für das großartige Engagement, weit über das normale Maß hinaus.“ „Ihr seid für viele Menschen, genau wie für mich, eine tolle Ehrenamtsfamilie geworden und ich hoffe sehr, dass der Betrieb im Mehrgenerationenhaus Wedemark schon bald wieder anlaufen kann. Unser MGH fehlt uns allen sehr“, beschreibt Anna Beckmann etwas traurig, Ihre Gedanken. „Umso glücklicher machen mich solche tollen Überraschungen, wie die 100 Masken heute!“
Der Verein betreut seit zwölf Jahren ehrenamtlich Menschen in der Wedemark, Langenhagen und Burgwedel. Die meisten Betreuerinnen gehören selbst zur Risikogruppe. Dennoch ist der Kontakt mit den Betreuerinnen und Betreuern meist der einzige soziale Kontakt zur Außenwelt, der den zu betreuenden Menschen gerade noch geblieben ist. Deswegen hat der Verein alle Betreuerinnen und Betreuer die zur Risikogruppe gehören, gebeten, sich regelmäßig telefonisch bei ihren zu Betreuenden zu melden, damit keine Gefahr einer Ansteckung bezeihungsweise Übertragung entsteht. Ein paar Umstrukturierungen waren nötig, aber jeder der Betreuten wird weiterhin „gut betreut“ und das ab sofort mit selbstgenähtem Mundschutz!