Seniorenbeirat besuchte WG

Beiratsmitglieder beeindruckt von der Einrichtung

Bissendorf-Wietze. Vor kurzem waren Rolf Reupke, Sprecher des Seniorenbeirates, und die Mitglieder Rainer Gerth und Anna Beckmann, in das Haus der Seniorenwohngemeinschaft für Menschen mit Demenz beim Pflegedienst Grimm und seinen Mitarbeiterinnen in Bissendorf-Wietze, Blumenweg 3c, zu einem Besuch eingeladen. „Wir waren sehr gespannt, wie dieses Modell der Betreuung von an Demenz erkrankter Menschen in einer Wohngemeinschaft funktioniert – und sind begeistert“, so Anna Beckmann. Sechs bis acht Senioren leben in dieser SWG als private Mieter zusammen, im eigenen Zimmer und zusätzlichen Gemeinschaftsräumen, einer ambulant betreuten Seniorenwohngemeinschaft für an Demenz erkrankter Menschen. Das Zimmer wird mit den eigenen Möbeln ausgestattet und bietet durch eigene Gegenstände mit Wiedererkennungswert eine geborgene Lebensath-mosphäre, „ein Zuhause Gefühl“.
„Die Einbeziehung der Biografien in den Alltag ist eine wichtige Voraussetzung für die Betreuung dieser Menschen. Denn Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stehen immer in Wechselbeziehungen zueinander“, erfahren die Besucher. Hobbys aus früheren Zeiten, das Lieblingsessen, berufliche und private Erinnerungen zu erhalten, wenn die Menschen selber nichts mehr davon erzählen können, helfen bei voranschreitender Demenz, den Alltag zu erleichtern und kleine Lichtblicke und Freude zu ermöglichen. Dazu gehören auch gut strukturierte Tagespläne und -abläufe, die von den Bewohnern mit Hilfe des Personals selber ausgefüllt werden“, erklärt Claudia Grimm den Mitgliedern des Seniorenbeirats. 24 Stunden am Tag werden die alten Menschen von gerontopsychiatrisch ausgebildeten Pflegefachkräften liebevoll betreut. Weitere Fachleute wie Ergotherapeuten, Krankengymnasten werden bei Bedarf ins Haus bestellt. Ebenso werden Einzelbetreuungen organisiert. Angehörige werden ganz selbstverständlich in die täglichen Betreuungen einbezogen, kommen und gehen – und sehen sich „wie zu Hause auf einem Besuch bei Oma oder Opa“ bei ihren Angehörigen. Außerdem gibt es immer die Angehörigentreffen. Hier werden sämtliche Belange der Demenzerkrankten besprochen – und bei Bedarf Änderungen eingeführt. „Wir wollen den alten Menschen ein würdiges – und soweit möglich – selbst bestimmtes Leben im Alter erhalten. Das ist unsere Philosophie bei einer ambulanten Pflege in unseren Wohngemeinschaften für an Demenz erkrankter Menschen. Und natürlich können unsere Betreuten bis zum letzten Atemzug bei uns wohnen bleiben; alle pflegerischen sowie ärztliche Notwendigkeiten können von uns abgedeckt werden“, erklärt Frau Grimm, Organisatorin und Leiterin der Senioren WGs in Hannover und Umgebung. Dazu gehören auch unsere jährlichen Sommerfeste für alle Bewohner der Seniorenwohngemeinschaften.