Seniorenbeirat in Burgdorf unterwegs

Wolfgang Jansen, Kathrin Müsken-Graucob, Wolfgang Preuß und Helmut Lohmann vor dem Haus Anna in Burgdorf.
Wedemark. Zu fünft war der Seniorenbeirat mit dem Bus der Freiwilligenagentur nach Burgdorf gestartet, um das größte Haus der AR-Seniorendienste GmbH, das im Februar eröffnete Haus Anna zu besichtigen. Die AR-Seniorendienste betreiben mit ihrem Geschäftsführer Gaurav Garg bekanntlich in Bissendorf den Stadtgarten und an der Wietze den Waldgarten.
In dem modernen Haus Anna ist auf drei Etagen Platz für 121 pflegebedürftige Menschen. Das Haus hält nur Einzelzimmer – Größe um die 23 bis 29 Quadratmeter – vor. Zu jedem Zimmer gehört ein geräumiges Badezimmer mit WC und ebenerdiger Dusche. Zu der Grundausstattung kann jeder Bewohner auch eigenes Inventar mitbringen. Das Bett ist höhenverstellbar, was gerade dem Pflegepersonal sehr entgegenkommt und die Pflege im Bett erleichtert. Das Zimmer ist so groß, dass der Rollator in greifbarer Nähe abgestellt werden kann.
In jeder Etage ist ein Gemeinschaftsraum vorhanden für kleinere Zusammenkünfte. Im Erdgeschoss sind ein großer Speisesaal und eine Begegnungsstätte, die auch separat von außen zugänglich ist. Die Begegnungsstätte hat eine kleine Küche und dazugehörigen WC-Bereich und ist so angelegt, dass Veranstaltungen und Feiern jeglicher Art hier stattfinden können. Die Angebote beziehen auch die Nachbarschaft mit ein. So werden die Kontakte zur Außenwelt intensiviert. In unmittelbarer Nähe befinden sich ein Supermarkt und ein medizinisches Versorgungszentrum mit mehreren diversen Arztpraxen. Zahnarztpraxis und Apotheke sind auch in der Nähe.
Die AR Seniorendiénste GmbH gibt 250 Menschen in Burgdorf und in der Wedemark Arbeit. Angesprochen wurde auch die personelle Problematik. Viele würden kein Deutsch können und könnten sich auch nicht mit den Bewohnern gut verständigen. Auf diesen Einwand des Seniorenbeirates antwortete die Leiterin des Hauses, dass dies nicht mehr so sei. Um fachkundiges Personal einzusetzen, hat die Einrichtung eine Immobilie für das Personal erworben. Hier finden die ausländischen Kräfte – vorwiegend aus Indien aufgrund der persönlichen Kontakte des Geschäftsführers – zunächst eine Übergangswohnung. In einem siebenmonatigen Deutschkurs werden ihnen die nötigen Sprachkenntnisse vermittelt. Daneben werden sie wie Auszubildende nach und nach auf ihre Arbeit im Haus vorbereitet. Nach Ablauf dieser Zeit legen sie eine Prüfung ab. Fast alle würden dies schaffen. Anschließend entscheidet die zuständige Landesbehörde über die berufliche Zulassung und sie erhalten dann die entsprechenden Dokumente, die ihnen die Berechtigung zur Berufsausübung als Pflegefachkraft gibt. Erst danach wird ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis begründet. Aufgrund des Verdienstes seien sie dann in der Lage, sich um eine eigene Wohnung zu bemühen. Dabei wird ihnen die notwendige Unterstützung gegeben.
Die Einrichtung betreibt eine eigene Zentralküche und Wäscherei. Insgesamt vermittelt das Haus Anna einen einladenden Eindruck und gibt das Gefühl, dass man sich dort wohlfühlen kann.