Seniorenwohnungen an Stargarder Straße

Wo heute noch Bauamt und Bauhof ihr Domizil haben, sollen schon bald Seniorenwohnungen entstehen. Das befürwortet auch die CDU, doch müsste dann die Bauleitplanung anders formuliert werden, gibt CDU-Ratsfraktionschef Jörg Onnasch angesichts des Verwaltung

CDU befürwortet Planung ausdrücklich, kritisiert jedoch Verwaltungsentwurf

Mellendorf (awi). Ausdrücklich begrüßt die CDU den Beschluss über alle Parteien hinweg, Seniorenwohnungen auf dem Gelände an der Stargarder Straße vorzusehen, wo zurzeit noch Bauamt und Bauhof ihren Platz haben. Dass das Gelände hierfür von seiner Lage her ideal sei, sei unumstritten, erklärte jetzt bei einem Pressetermin CDU-Fraktionschef Jörg Onnasch. Für die CDU setze sich damit die Arbeit fort, die bereits mit der Überplanung des Allerhop in Mellendorf begonnen habe, wo heute unter anderem betreutes Wohnen möglich sei. Doch solle an der Stargarder Straße ja nicht betreutes Wohnen entstehen, sondern kleine seniorengerechte Häuser beziehungsweise Mietwohnungen. Doch obwohl man sich darin parteiübergreifend einig sei, gehe dies aus der aktuellen Beschlussvorlage der Verwaltung nicht hervor, wundert sich Onnasch. Hier sei von allgemeiner Wohnbebauung die Rede, mit Ausschluss bestimmter Nutzungsarten. Damit werde aber nicht sichergestellt, dass hier tatsächlich Seniorenwohnungen entstehen würden, betont Onnasch und verweist auf den Trotzberg, wo auch erst von seniorengerechtem Bauen die Rede gewesen sei und der Investor dann letztendlich an diejenigen verkauft habe, die zuerst kamen und die Grundstücke haben wollten. Der Verwaltungsentwurf sehe zwei Vollgeschosse plus ausgebautes Dachgeschoss vor. „Wenn das umgesetzt wird, ist das ein Moloch, der hier auf 5000 Quadratmeter bebaubare Fläche nicht reinpasst, ein echter Fremdkörper“, stellt Onnasch fest. Er rät zu einer Aufteilung im Bebauungsplan: ein Bereich mit zwei Vollgeschossen und ein anderer mit kleinteiliger Bebauung. Die CDU empfehle außerdem, das Verfahren umzudrehen, die Grundstücke auszuschreiben und von den Bietern ein Konzept zu fordern, wo verwirklicht werde, was die Ratsfraktionen möchten. Nun dürfe man in einen Bebauungsplan nicht schreiben „ausschließlich für Senioren“, doch ein Punkte-Vergabe-System sei auch keine Lösung. „Wie soll sich der Senior schließlich seine Zwei-Zimmer-Wohnung selbst bauen“, gibt Onnasch zu bedenken. „Wir müssen für das Gelände jemanden suchen, der kreativ und bereit ist, das zu erstellen, was wir uns vorstellen und dann einen vernünftigen Preis machen“, so Onnasch.