Sennheiser Bilanz-Pressegespräch 2015

Dr. Andreas Sennheiser (links) und Daniel Sennheiser stehen für Kontinuität und Unabhängigkeit des Familienunternehmens Sennheiser. Foto: B. Stache
 
Daniel Sennheiser (links) und sein Bruder Andreas lieben guten Sound. Foto: B. Stache

Andreas und Daniel Sennheiser bekennen sich zur Wedemark

Wennebostel (st). Dr. Andreas Sennheiser und sein Bruder Daniel hatten am Mittwochvormittag für das Bilanz-Pressegespräch 2015 in den Innovation Campus am Sennheiser-Stammsitz nach Wennebostel eingeladen. Die beiden Enkel des Firmengründers Professor Dr. Fritz Sennheiser führen das Wedemärker Familienunternehmen bereits in dritter Generation. Im Juli 2013 hatten Daniel und Andreas Sennheiser, die Söhne von Professor Dr. Jörg Sennheiser, als CEOs (Chief Executive Officer, Geschäftsführende Gesellschafter) die Gesamtverantwortung für die Sennheiser electronic GmbH und Co. KG übernommen. „2014 war für uns ein gutes Jahr mit 7,5 Prozent Wachstum im Vergleich zu 2013 und einem Umsatz von 634,8 Millionen Euro. Wir sind sehr zufrieden mit diesem Ergebnis“, erklärte Andreas Sennheiser mit Blick auf die vorgestellten Zahlen und Tabellen. „Wir sehen uns auch für die Zukunft gut aufgestellt“, fügte er hinzu. 85 Prozent seines Umsatzes erzielt das Unternehmen in den Wachstumsmärkten außerhalb von Deutschland. „Reines Umsatzwachstum findet stark in Asien statt“, so Andreas Sennheiser. Im vergangenen Jahr erzielte Sennheiser in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) ein Wachstum von 2,1 Prozent, in den USA von vier sowie in der Region APAC (Asien und Australien) von 30,9 Prozent. Dreizehn Prozent der Gesamtbelegschaft arbeiten direkt oder indirekt in Forschung und Entwicklung. „Wir investieren kräftig weiter. Ein Forschungsschwerpunkt ist das Thema Immersive Audio“, sagte Andreas Sennheiser. Die „3D Immersive Audio“-Technologie bietet ein einzigartiges, räumliches Klangerlebnis. Davon konnten sich die Gäste während des Bilanz-Pressegesprächs bei einer eindrucksvollen 3D Audio-Präsentation überzeugen. „Ein wahrhaft großes, innovatives Sound-Erlebnis“, begeisterte sich ein Teilnehmer. „Wir arbeiten daran, dieses 3D-Klangerlebnis auch auf Kopfhörern wiederzugeben“, erläuterte Norbert Hilbich, System Design. Besucher des Sennheiser Flagship Stores, der werktags von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist, können diesen außergewöhnlichen Hörgenuss ebenfalls erleben. Neben dem Store steht auch das „Senncafé“ allen Besuchern offen. „Wir sind ein internationales Unternehmen, haben aber unsere Wurzeln hier in der Wedemark“, bekannte Daniel Sennheiser. „Unsere internationalen Mitarbeiter kommen immer wieder gerne in die Wedemark, weil hier eine angenehme Atmosphäre herrscht.“ Der Audiospezialist Sennheiser ist in Japan und China sehr erfolgreich. Im vergangenen Jahr stellte die Umbenennung der „Shanghai Concert Hall“, einer Staatsorganisation sowie ältesten und wichtigsten Konzerthalle Shanghais, in „Sennheiser Shanghai Concert Hall“ einen absoluten Meilenstein dar, wie Daniel Sennheiser es formulierte. „Es ist die erste Kooperation eines westlichen Unternehmens mit einer Staatsorganisation.“ Sennheiser feiert in diesem Jahr seine 70-jährige Geschichte. Aus diesem Anlass gab es ein firmeninternes Fest im Kuppelsaal Hannover. In London wird das Unternehmen Ende August in der Westminster Central Hall ein großes Konzert geben, gemeinsam mit der Jungen Deutschen Philharmonie sowie einigen Überraschungskünstlern. Ein weiteres Jubiläums-Konzert findet am Montag, 31. August, in der Alten Nationalgalerie in Berlin statt sowie im März 2016 in der Sennheiser Shanghai Concert Hall. „Nicht nur die große, weite Welt, auch die Wedemark, die Region Hannover ist uns wichtig und liegt uns sehr am Herzen“, gestand Daniel Sennheiser und verwies auf die Investitionen am Innovation Campus sowie die Einrichtung der Sennheiser Kindertagesstätte „Ohrwürmchen“. Am Standort Wennebostel arbeiten zur Zeit etwas mehr als 1200 Mitarbeiter. Das Wedemärker Unternehmen sorgt unter anderem beim Eurovision Song Contest für die drahtlose Technik mit entsprechenden Mikrofonen, Instrumenten und Regiesystemen. „Wir suchen derzeit vor allem Softwareentwickler, um unsere Produkte noch intelligenter zu machen“, erklärte Andreas Sennheiser. Das Streben nach dem perfekten Sound, The Pursuit of Perfect Sound, wie es im Sennheiser-Firmenlogo steht, treibt die beiden Brüder Andreas und Daniel weiter an. Dies wurde beim Bilanz-Pressegespräch 2015 im Innovation Campus in Wennebostel deutlich.