Sommerfest am Jugendtreff

Grigorios Aggelidis (von rechts), Andreas Pospischil, Andrea Giese, Hans Niekamp und Erik van der Vorm beim FDP-Sommerfest am Jugendtreff in Scherenbostel. Foto: B. Stache

MdB Grigorios Aggelidis und FDP-Ortsverband Wedemark sind Gastgeber

Scherenbostel (st). Zu seinem diesjährigen Sommerfest hatte der FDP-Ortsverband Wedemark gemeinsam mit dem FDP-Bundestagsabgeordneten (MdB) Grigorios Aggelidis nach Scherenbostel eingeladen. „Ich möchte gerne mit den Bürgern und FDP-Mitgliedern ins Gespräch kommen“, erklärte der Abgeordnete vor der Veranstaltung. Bei Bratwurst und Getränken gab es dann auch einen regen Gedankenaustausch mit den Gästen, die an den Biertischgarnituren Platz nahmen – bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen. FDP-Ortsvorsitzende Andrea Giese, ihr Stellvertreter Erik van der Vorm und Schriftführer Andreas Pospischil hatten für das Sommerfest alles gut vorbereitet. Zu den Gästen gehörte auch Hans Niekamp aus Bissendorf. Der Neunzigjährige ist seit mehr als 40 Jahren Mitglied der FDP. „Mein Vater war auch schon Mitglied“, erinnert er sich. Seine Treue zur Partei begründete Hans Niekamp wie folgt: „Das Liberale, und dass man sich frei bewegen kann sowie die Menschen in der FDP motivieren mich, auch heute noch in der FDP zu bleiben.“ Vor dem Grillfest hatte sich MdB Grigorios Aggelidis im Beisein von Andrea Giese und Erik van der Vorm im Gespräch mit dem ECHO zu politischen Themen seiner Berliner Abgeordnetentätigkeit geäußert. Er ist ordentliches Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, im Kuratorium der Bundeszentrale für politische Bildung, im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie im Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement. Grigorios Aggelidis erörterte die Themen „Chancen für Kinder und Jugendliche“, „Elterngeld und Elternleistung“ sowie „Schädigung älterer Menschen und ihrer Familien durch den Missbrauch von Vorsorgevollmachten“. Die FDP-Bundestagsfraktion sei in diesen Bereichen aktiv und habe bereits Anträge gestellt zur Verbesserung der Situation Betroffener. Grigorios Aggelidis betonte, dass ihm auch die Mitarbeit im Umweltausschuss von großer Bedeutung sei. Mit Hinweis auf die Verkehrssituation in der Wedemark erklärte er, dass es eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion an die Bundesregierung gebe zum Thema „Zustand der Schieneninfrastruktur in Niedersachsen“. Die zwölf Punkte umfassende Drucksache vom 1. August 2019 beinhaltet unter anderem die Frage, wie viele höhengleiche Bahnübergänge nach Kenntnis der Bundesregierung in Niedersachsen noch mit Technik aus den Jahren vor 1960 ausgestattet sind. „Wie viele davon sind in der Region Hannover?“ Weiter wird nach Bahnübergängen in Niedersachsen gefragt, deren Schließzeiten durch veraltete Technik zu unnötigen Verkehrsbehinderungen und damit zu erhöhten Lärm- und Umweltbelastungen führen. „Wenn ja, durch welche Maßnahmen plant die Bundesregierung hier Verbesserungen?“ sowie „Welche Zeit- und Kostenersparnis würde ein komplett digitales Netz von Bahnübergängen in Niedersachsen bewirken, und welche positiven Konsequenzen hätte das für die Umwelt?“ heißt es in der Kleinen Anfrage. Die aktuell vorliegenden Antworten seien aus Sicht der FDP nicht ausreichend und viel zu allgemein gefasst, was zu weiteren, gezielten Nachfragen führen werde, machte MdB Grigorios Aggelidis deutlich. „Je fließender und besser der Verkehr aufeinander abgestimmt ist, umso niedriger ist die Belastung für die Umwelt“, betonte er mit Hinweis auf die aktuelle klimapolitische Debatte in Deutschland. Die Verbesserung von Mobilität und digitaler Infrastruktur waren weitere Themen, zu denen der Bundestagsabgeordnete Stellung bezog. Zur staatlichen Familienförderung erklärte er, dass Kindern und Jugendlichen der unmittelbare Zugang zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe ermöglicht werden müsse. „Unmittelbar“ heiße nicht, finanzielle Zuwendungen per Gießkannenprinzip, sondern gezielten Zugang zu Sportvereinen, Musikschule, Förderunterricht, Schulmaterialien und Schwimmunterricht. Gute Bildung sei das Beste für die Zukunft unserer Kinder. „Das sichert uns die Zukunft unserer Gesellschaft“, so Grigorios Aggelidis. Für Erik van der Vorm gehört auch die Förderung der Eliten dazu. Bei der derzeitigen Regelung des Elterngeldes müsse es Verbesserungen geben, forderte der Bundestagsabgeordnete. Wenn beispielsweise ein Elternteil seinen Arbeitszeitkorridor über- oder unterschreite, entfalle der Anspruch auf Elterngeld für alle Bezugsmonate – auch für den Ehepartner, erklärte Grigorios Aggelidis. Dies müsse geändert werden. Das Wedemärker FDP-Ratsmitglied Erik van der Vorm nutzte die Gelegenheit, noch einmal auf die Ausschuss- und Ortsratssitzung vom 15. August im Forum W zu sprechen zu kommen. Beide Gremien hatten sich – nach vorheriger Bürgerbeteiligung – mit großer Mehrheit für die Änderung des Flächennutzungsplans und Aufstellung eines Bebauungsplans zur Gewerbeentwicklung in Gailhof ausgesprochen. Erik van der Vorm stimmte im Ausschuss für Planen, Bauen und Umweltschutz dagegen. Er habe kein Verständnis dafür, gegen den Willen der Gailhofer Bürger ein Industriegebiet so dicht an die vorhandene Wohnbebauung zu planen. Es gebe alternative Standorte, beispielsweise entlang der Bundesautobahn A7, ist Erik van der Vorm überzeugt.