Sorgen um die Schulkinder

Angela Janczikowski (von links) mit Tochter Lisa und drei weiteren Müttern beim Abholen ihrer Schulkinder vom Bus. Foto: B. Stache

Mütter in Negenborn geleiten ihre Kinder täglich über die Landesstraße

Negenborn (st). „Ich hole mein Kind, das jetzt in die erste Klasse gekommen ist, jeden Tag hier vom Bus ab – genauso wie andere Mütter, deren Kinder auch schon in höheren Klassen sind. Weil das Verkehrsaufkommen für die Kinder einfach unüberschaubar ist“, begründet Angela Janczikowski ihren „Abholservice“. Die Sprecherin der Bürgerinitiative Negenborn, die sich seit Längerem für mehr Sicherheit auf Negenborns Durchgangsstraßen einsetzt, holt ihre Tochter an jedem Schultag von der Bushaltestelle an der Landesstraße L383 auf Höhe der Kapelle ab. Die Straße stelle eine Gefährdung für die Schulkinder auf dem Nachhauseweg dar, beschreibt Angela Janczikowski die aktuelle Schulwegsituation. Alle Kinder, die im alten Ortskern westlich der L383 wohnen, müssen nach Aussteigen aus dem Bus die viel befahrene Straße überqueren. Für einen sicheren Schulweg fehlt aber ein entsprechender Übergang – es gibt dort weder einen Zebrastreifen noch eine Fußgängerampel. Und die Forderung der Bürgerinitiative nach Tempo-30-innerorts wurde auch noch nicht erfüllt. „Manchmal hält ein Autofahrer an, um die Kinder über die Straße gehen zu lassen“, berichtete Angela Janczikowski am Freitagmittag. Mit drei anderen Müttern hatte sie ihre ältere Tochter, die vom Wandertag zurückkehrte, an der Bushaltestelle Negenborn Kapelle abgeholt.