SoVD-Preis für Montessori-Schule

Die zweite Kreisvorsitzende des SoVD, Anne-Marie Weibel (von links), und der SoVD-Kreisvorsitzende Klaus Wedemeier überreichten das Siegel „An alle gedacht“ an Montessori-Schulleiterin Stefanie Rifai. Foto: A. Wiese

Erstes Siegel für Barrierefreiheit für eine Wedemärker Schule

Bissendorf-Wietze (awi). Die Montessori-Grundschule in Bissendorf-Wietze, die die Anja Fichte Stiftung gebaut hat und seit Ende 2013 der Schule auf Entdeckungsreise zur Verfügung gestellt hat, ist am Montag vom Sozialverband Deutschland mit dem Siegel „An alle gedacht“ für Barrierefreiheit ausgezeichnet worden. Der Kreisvorsitzende Klaus Wedemeier und seine Stellvertreterin Anne-Marie Weibel übergaben das Schild an Schulleiterin Stefanie Rifai. Die Montessori-Schule ist die erste in der Wedemark, die diese Auszeichnung erhalten hat.
Schulleitung und Kollegium mussten dafür eine Checkliste abarbeiten und haben eine hohe Punktzahl erreicht. Dennoch sei noch „Luft nach oben“ betonte Wedemeier am Montag bei der Preisverleihung in Bissendorf-Wietze, zu der auch das Ehepaar Fichte, Ortsbürgermeister Daniel Leide, die Wedemärker Sozialverbandsvorsitzende Gisela Hoffmeister und Karl Pfeiffer für die Gemeinde Wedemark gekommen waren. Bei dieser Überprüfung gehe es nicht darum, Schulen an den Pranger zu stellen, sondern die, die bereits Maßnahmen zur Barrierefreiheit umgesetzt hätten, zu unterstützen und gute Beispiele öffentlich zu nennen, hieß es in der Einladung des Sozialverbandes. Kreisvorsitzender Wedemeier betonte, der Auftrag an die Schule heute und in Zukunft wachse vom behindertengerechten Parkplatz bis zum stufenlos erreichbaren Klassenzimmer. Die Barrierefreiheit sei die eine wichtige Voraussetzung für die schulische Inklusion. Als Tag der Preisverleihung wählte der SoVD den 6. Mai als Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, und als Uhrzeit ganz bewusst „fünf vor zwölf“.
Schulleiterin Stefani Rifai bedankte sich herzlich für die Auszeichnung, betonte jedoch, dass der Dank vor allem dem Ehepaar Fichte gebühre, das vom ersten Planungstag an besonderen Wert auf die Barrierefreiheit des Schulneubaus gelegt habe. Diese finde sich unter anderem in einem ebenerdigen, stufenlos begehbaren Gebäude mit breiten Türen und behindertengerechten Sanitäranlagen wieder. Auf der Wunschliste für später ständen noch per Knopfdruck zu öffnende Türen, verriet Rifai. Sie freute sich besonders, dass die Preisverleihung auf den 6. Mai gelegt worden sei. Denn das sei der Geburtstag von Anja Fichte, der früh verstorbenen Tochter des Ehepaares Fichte, deren Andenken ihre Eltern bewahren, indem sie Gutes für Kinder und Jugendliche tun, musische und künstlerische Talente fördern und vieles mehr, betonte Rifai und bedankte sich bei Fichtes, die die Schule mit viel Herz bei allen Aktivitäten begleiteten, mit einem großen Blumenstrauß. Noch habe es an der Montessori-Schule kein Kind gegeben, das auf einen Rollstuhl angewiesen sei, aber Rollifahrer seien an der Schule herzlich willkommen. Der kurze Akt der Preisverleihung in der Montessori-Schule endete Montagmittag mit einem Lied der 50 Montessori-Schüler, das diese gerade für ein Musical einstudieren. Das Musical mit dem Titel „Alles Murxx auf Gaffa 4“ wird von Schülern am Freitag, 21. Juni, um 15 Uhr, sowie am Sonnabend, 22. Juni, um 9 und 11.30 Uhr aufgeführt. Mathias Lück hat das Stück erdacht, Musiklehrerin Anke Sannes hat englische Texte dafür verfasst und es für die Montessori-Schüler modifiziert. Zu den Aufführungen des sehr kreativen Musicals im Juni seien alle Interessierten herzlich eingeladen, betonte Schulleiterin Stefanie Rifai und freute sich über den Beifall, den die Schüler für ihren Auftritt erhielten.