Sozialdemokraten diskutieren über Kultur

Angela von Mirbach (Mitte) berichtet der SPD-Fraktion um Christian Killig und Fraktionschef Jürgen Benk von ihren bisherigen Erfahrungen mit dem Kulturprogramm. Foto: S. Birkner

Kulturbeauftragte Angela von Mirbach steht SPD Rede und Antwort

Mellendorf (sb). Als Kulturbeauftragte der Gemeinde Wedemark ist Angela von Mirbach verantwortlich für das gesamte Kulturprogramm, das den Bürgern über das Jahr angeboten wird. Am vergangenen Mittwoch gab sie auf Einladung der SPD-Gemeindefraktion Einblick in ihre Arbeit. Den Fragen der Sozialdemokraten zu einzelnen Programmpunkten wie dem Theater-abonnement oder der Reihe „Kino im Dorf“ antwortete von Mirbach transparent. An einigen Stellen räumte die Kulturbeauftragte inhaltliche Planungsfehler ein, während sie auf der anderen Seite die große Resonanz auf des Kulturprogramm hervorhob. Wie von Mirbach betonte, sei sie bei der Planung der einzelnen „Kino im Dorf“-Vorstellungen auf die Hilfe der Wedemärker angewiesen. „Ich schaffe es nicht, selbst in jedem Dorf geeignete Plätze für die Vorführungen zu finden“, sagte sie. Wenn Bürger jedoch konstruktive und vielleicht auch außergewöhnliche Ideen zu Schauplätzen hätten, sollten sie von Mirbach direkt kontaktieren. Abgesehen von Bissendorf und Mellendorf, wo regelmäßig auch andere kulturelle Veranstaltungen stattfinden, gab es in einigen anderen Gemeindeteilen wie beispielsweise Meitze bislang keine Kinovorstellungen. „Das könnte sich aber jederzeit ändern“, sagte von Mirbach. Zum Theaterabonnement erklärte sie, dass bei 193 verfügbaren Plätzen nur gut 30 nicht von Abonnenten besetzt seien. „Das ist eine hervorragende Bilanz, denn so sind die Vorstellungen praktisch immer ausverkauft“, erklärte von Mirbach. Dennoch solle in nächster Zeit versucht werden, ein größeres Kartenkontingent für Nicht-Abonnenten bereitzustellen. Besonders stolz zeigte sich die Kulturbeauftragte über die Musikvorstellungen im Bissendorfer Bürgersaal, für die sie gelegentlich einzigartige Szenestars verpflichten kann. „Die Künstler schätzen die intime und überschaubare Atmosphäre, die sie in der Großstadt nicht vorfinden würden“, sagte von Mirbach. So reisten schon Musiker aus New York gezielt in die Wedemark. Die Zusammenarbeit mit dem Eletronikunternehmen Sennheiser erleichtere es, die namhaften Künstler zu einem Auftritt in der Wedemark zu bewegen.