Spaßbad-Saison verspätet eröffnet

Mit dem sprichwörtlichen Sprung ins mit 22,5 Grad gar nicht mal so kalte Wasser eröffnete Ortsbürgermeisterin Jessica Borgas am Donnerstagvormittag offiziell die Spaßbadsaison vor den Augen von Bürgermeister Helge Zychlinski (von links), dem DLRG-Vorsitzenden Thorsten Dösselmann und dem Geschäftsführer der Sport- und Freizeit GmbH , Ingo Haselbacher. Foto: A. Wiese

In Corona-Zeiten ist alles anders, doch Schwimmen ist jetzt möglich

Mellendorf (awi). Die Frühschwimmer waren am Donnerstag um 6.30 Uhr die ersten, die die diesjährige Spaßbadsaison mit einem Monat Verspätung inoffiziell einläuteten. Drei Stunden später tat das dann offiziell Ortsbürgermeisterin Jessica Borgas mit einem Sprung ins kalte Wasser nach der obligatosrischen noch wesentlich kälteren Dusche unter den Augen von Bürgermeister Helge Zychlinski, dem DLRG-Vorsitzenden Thorsten Dösselmann und dem Geschäftsführer der Sport- und Freizeit GmbH, Ingo Haselbacher.
Der hat mit seinem Team anstrengende Wochen hinter sich. Der Aufwand, das Freibad in Corona-Zeiten mit den entsprechenden Auflagen zu öffnen, war groß. Davon sprechen gelbe Abstandsstreifen auf dem Pflaster vor Kasse und Kiosk, weiße Richtungspfeile, die die Marschrichtung im Bad angeben, rote Markierungen, von denen Stühle und Liegen nicht wegbewegt werden dürften und nicht zuletzt die abgeflatterten Bahnen im Schwimmbecken, in dem eine stringente Einbahnstraßenregelung entgegen dem Uhrzeiger gilt. Die Schwimmer müssen für sich entscheiden, ob sie den Bereich schnell, mittel oder langsam für sich wählen und sich dann entsprechend dem Tempo der anderen Schwimmer auf dieser Bahn anpassen – natürlich mit den gebotenen zwei Metern Abstand. Da maximal 500 Personen gleichzeitig im Bad sein dürfen, hat sich die Sport- und Freizeit GmbH für zwei Zeitfenster entschieden, zwischen denen die Besuher wählen können: vormittags von 6.30 bis 13 Uhr oder nachmittags von 13.30 bis 20 Uhr in der Woche, von 8 bis 13 Uhr und von 13.30 bis 20 Uhr am Sonnabend und von 8 bis 13 Uhr sowie von 13.30 bis 18 Uhr am Sonntag. In der halben Stunde dazwischen wird das Badgelände jeweils gereinigt und desinfiziert. „Das ist nicht schön, dass dadurch niemand mehr durchgängig den ganzen Tag oder zwischen den Zeitfenstern im Bad bleiben kann, aber wir sind froh, dass das Gesundheitsamt unter Hygienekonzept genehmigt hat und wir überhaupt öffnen können. Andere Bäder tun das noch nicht“, betont Ingo Haselbacher, der jedoch wegen der deutlich größeren Aufwandes und der auf ein Drittel der sonst möglichen Badegäste an besonders heißen Tagen schon mit spürbaren finanziellen Ausfällen rechnet. „Wir erkennen an, was die Sport- und Freizeit GmbH hier in der aktuell schwierigen Situation geleistet hat und werden sie, wenn es darauf ankommt, nicht allein lassen“, kündigte Bürgermeister Helge Zychlinski am Donnerstag an.