SPD Bissendorf wählt neuen Vorstand

Timo Weber (von links), neuer Vorsitzender; Florian Beier; Vorstandsmitglied; Jörn Albes, Vorstandsmitglied und neues Ortsratsmitglied in Bissendorf und Timo Cramm, stellvertretender Vorsitzender, am SPD-Infostand zur Europawahl in Bissendorf.
Bissendorf. Auf ihrer Mitgliederversammlung wählten die Mitglieder der SPD Bissendorf-Wennebostel, zu der auch die Ortschaften Bissendorf-Wietze und Scherenbostel gehören, einen neuen Vorstand. Vor den Wahlen stand aber noch die Ehrung einer Bissendorfer Genossin auf der Tagesordnung. Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft in der SPD erhielt Gisela König neben der silbernen Ehrennadel eine Urkunde und eine Flasche Sekt aus der Region. An den vor einigen Tagen vollendeten runden Geburtstag erhielt sie einen bunten Frühlingsstrauß. Danach standen die Neuwahlen des Vorstandes auf der Tagesordnung. Vorsitzender wurde Timo Weber aus Bissendorf. Der 37-jährige Weber ist vor zwei Jahren aus Hannover nach Bissendorf gezogen. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Weber tritt die Nachfolge von Reiner Fischer an, der nicht mehr als Vorsitzender kandidierte. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Timo Cramm aus Scherenbostel gewählt. Cramm ist in der Wedemark aufgewachsen und wohnt seit sechs Jahren mit seiner Familie in Scherenbostel. Er ist 35 Jahre alt und hat wie Weber zwei Kinder. Weitere Vorstandsmitglieder sind Jörn Albes und Reiner Fischer aus Bissendorf; und Dieter Battmer, Florian Beier und Ronald Fischer aus Bissendorf-Wietze. Marina Hammer und Gitta Jansen, beide Bissendorf, gehören dem Vorstand auf Grund ihrer Mandate im Gemeinderat beziehungsweise im Ortsrat Bissendorf an.
Nach den Wahlen wurde unter anderem über zwei aktuelle Themen diskutiert. Der bevorstehende Rücktritt des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt und Vorsitzende des SPD-Bezirks Hannover, Stefan Schostok, wurde mit Erleichterung zur Kenntnis genommen. Das seit Ende letzten Jahres freigeschaltete Meldeportal der AfD-Landtagsfraktion für angebliche Verfehlungen von Lehrkräften wurde einhellig und scharf kritisiert. Der neugewählte Vorsitzende Timo Weber sagte dazu, dass es in den letzten 100 Jahren in Deutschland bereits zweimal Regierungen gab, die Kinder und Jugendliche aufforderten ihre Eltern oder Lehrer zu melden, die sich nicht staatskonform verhielten. Das war zu einen das sogenannte Dritte Reich und die 1989 durch demokratische Proteste untergegangene Deutsche Demokratische Republik. Beide Staaten waren keine Demokratien. „Ein Internetportal zur Meldung von Lehrern und Erziehern wie es die AfD-Landtagsfraktion betreibt ist einer Demokratie unwürdig und dient einzig dazu Lehrkräfte einzuschüchtern und deren Meinungsfreiheit einzuschränken“, so Weber. Er schloss die Mitgliederversammlung mit dem Wunsch nach „stetiger Diskussion, auch zu kritischen Themen, innerhalb und außerhalb der Abteilung und dem Ortsverein der SPD“. Der neue Vorstand wird aus diesem Grund einige Informations- und Diskussionsveranstaltungen zu unterschiedlichen Themen für alle Bürger organisieren.