SPD-Ratsfraktion unter neuer Führung

Zychlinski und Killig gewählt – Schamber soll Bürgermeisterstellvertreterin werden

Wedemark (awi). Altmeister Jürgen Benk ist in die zweite Reihe der SPD-Ratsfraktion in der Wedemark zurückgetreten und hat den Platz für die jüngere Generation freigemacht: Der 32-jährige Helge Zychlinski, hauptberuflich Pressereferent für die SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks und bereits seit 2003 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, ist von der Fraktion einstimmig – und auf seinen ausdrücklichen Wunsch in geheimer Wahl – zum Nachfolger Benks als Ratsfraktionschef gewählt worden. Ebenso einstimmig und ohne Gegenkandidat entschied sich die Fraktion für Chris-tiane Killig als stellvertretende Fraktionsvorsitzende neben Jochen Pardey und Geschäftsführerin Christa Bogenschütz. Und damit ist das Personalkarussell noch nicht am Ende: Als neuer Fraktionschef stellte Zychlinski sein Amt als 1. stellvertretender Bürgermeis-ter zur Verfügung. In diese Position soll in der Ratssitzung am
nächsten Montag Rebecca Schamber gewählt werden. Die Abbenserin war in diesem Jahr in die SPD-Ratsfraktion nachgerückt. Sie hatte vor der letzten Kommunalwahl wie Christa Bogenschütz durch das Mentoring-Programm der SPD die Gelegenheit bekommen, in die Kommunalpolitik hineinzuschnuppern und war dabei geblieben. Im Gegensatz zu anderen erfahrenen Kämpen in der SPD-Ratsfraktion ist sie jedoch eine Newcomerin. Helge Zychlinski wird seinen Platz im Ausschuss für Wirtschaft und Naherholung an Jürgen Benk abgeben, dafür aber den Sitz im Aufsichtsrat der Gemeindewerke von Benk übernehmen. Als künftige erste Bürgermeisterin muss Rebecca Schamber im Verwaltungsausschuss vertreten sein und wird in diesem Gremium daher den Sitz von Jürgen Benk übernehmen. Benk bleibt Vertreter. „Dieses Team kann die SPD-Fraktion gut in die Zukunft führen“, sagte Zychlinski Montagvormittag zufrieden bei einem Pressegespräch. Mit den Grünen habe man für die kommenden vier Jahre einen verlässlichen Partner an der Seite. Die nächste große Herausforderung sei der Haushalt für 2013, der am 12. Januar von der SPD-Fraktion bei einer Klausurtagung im MOORiZ erarbeitet werde. In der Außenwirkung der SPD werde es mit der neuen Spitze relativ weniger Veränderungen geben, so Zychlinski, und die Inhalte würden nicht allein vom Fraktionsvorsitzenden bestimmt, sondern gemeinsam erarbeitet. Auch unter seinem Vorsitz werde es weiter Team-Arbeit und keine One-Man-Show geben, versicherte der neue Fraktionschef: „Wir sind so gut aufgestellt, dass wir die Arbeit auf viele Schultern verteilen können!“ Als Signal an die CDU sendete er aus, jederzeit gesprächsbereit und guten Ideen gegenüber aufgeschlossen zu sein. Das gelte auch für Einzelkämpfer im Rat wie FDP, WGW und Linke.