SPD stellt Perspektiven vor

Referenten beim 3. Sonntagsgespräch der SPD-Bissendorf-Wennebostel, von links: Fredy Krause, Fritz Schöning, Helge Zychlinski, Caren Marks. Foto: R. Fischer, SPD

SPD Bissendorf lud zum Sonntagsgespräch

Bissendorf: Im dritten Sonntagsgespräch der SPD Bissendorf-Wennebostel am 4. Sep-tember entwarfen Caren Marks, MdB, Helge Zychlinski, Abgeordneter der Regions-versammlung Hannover und der SPD-Ortsbürgermeisterkandidat Fritz Schöning Perspektiven und Szenarien für die Zukunft der Wedemark.
Die Veranstaltung, die wegen eines unvorhergesehenen Regengusses vom Amtsgarten in das Amtshaus verlegt wurde, eröffnete der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Abteilung Fredy Krause. Fritz Schöning entwarf ein Szenario welches sich stark an den heutigen Realitäten in Bissendorf und der Wedemark orientierte. Seine Schwerpunkte sind die demografische Entwicklung, die notwendigen Änderungen in der Besiedelung der Wedemärker Ortschaften, die Entwicklung der Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer und natürlich die Zukunft des Amtshauses in Bissendorf. Schöning ging darauf ein, dass die SPD für das Amtshaus die Errichtung einer Stiftung anregt, um das schönste Fachwerkhaus der Wedemark nicht nur erhaltenswert zu sanieren, sondern zukünftig auch eine neue Begegnungsstätte für die Einwohner der Wedemark, besonders aber von Bissendorf zu werden. Helge Zychlinski erinnerte an die utopische Gesellschaft, die der englische Schriftsteller Aldous Huxley in seinem Roman „Schöne neue Welt“ beschrieb. Zychliski machte aber unmissverständlich deutlich, dass auf dem Weg in eine schöne Zukunft der Wedemark große Herausforderungen auf die Kommunalpolitiker zukommen. Seine Schwerpunkte setzte er bei den Bedürfnissen einer immer älter werdenden Bevölkerung, der Förderung von jungen Familien durch die Gemeinde, den öffentlichen Nahverkehr und dem Erhalt der Vereine und Sportstätten in der Wedemark an. Dass dies viel Geld kosten wird, versteht sich nach seiner Meinung von selbst. Deswegen wird der Gemeinderat Wedemark nicht alle, und seien sie noch so berechtigt, Wünsche der Bürgerinnen und Bürger erfüllen können. Die Bundestagsabgeordnete der Wedemark, Caren Marks, verknüpfte die Politik der Ortschaften, der Gemeinde Wedemark mit der Region Hannover, dem Land und dem Bund und ihren politisch Verantwortlichen auf dieses Ebenen. Nachdenklich machte den fast zwanzig Zuhörern ihre Forderung nach einem „entschleunigtem Leben“. Dies muss nach ihrer Meinung nicht erst im Seniorenalter sondern schon während der Schulaus-bildung der Kinder und Jugendlichen beginnen. 2020 muss jedes Kind die ihm ange-messene Bildung erhalten. Dies geht nicht ohne Angebote für eine ganztägige Betreuung von Kindern bereits in den KITA’s und Schulen. Es geht Caren Marks nicht nur theoretisch um ein selbstbestimmtes Leben im Alter, sondern sie entwarf dazu konkrete Vorstellungen und Forderungen. Dazu gehören neue Wohnformen die für alle Menschen finanziell erschwinglich sind, Wohngemeinschaften, Orte der gemeinsamen Begegnung der Menschen in den Gemeinden und Dörfern, neue Energieformen. Diese Forderungen sind nur mit einer besseren finanziellen Ausstattung der Gemeinden umzusetzen. Klar, dass die Bundestagsabgeordnete in dieser Frage deutliche Kritik an der Politik der Bundes- und Landesregierung übte. Nach einer anschließenden Diskussion konnte Fredy Krause gegen 12.30 Uhr das dritte Sonntagsgespräch mit einem Dank an die Referenten und die Teilnehmer beenden. Krause rief alle Bürgerinnen und Bürger auf am 11. September zur Wahl zu gehen um die zukünftigen Gemeinde- und Ortsräte mit einer großen demokratischen Legitimation für die nächsten fünf Jahre auszustatten.