Spende für das Uhlhorn Hospiz

Vorsitzende Friederike Köhn a(l.), die zweite Vorsitzende Frederike Hein (r.) und Kassenwart Peter Mütze überreichten den Betrag an Gabriele Kahl. Foto: A. Wiese

CVJM nimmt bei Gospel-Nacht 1.348,20 Euro ein

Bissendorf (awi). Die Gospel-Nacht des CVJM Bissendorf in der St. Michaelis-Kirche ist traditionell gut besucht – und dementsprechend hoch ist auch das Spendenaufkommen. Doch eine so stolze Summe wie diesmal, nämlich 1.348,20 Euro, konnten die CVJM-Vorsitzende Friederike Köhn und ihre Vertreterin, Frederike Hein, sowie Kassenwart Peter Mütze selten überreichen. Umso mehr freute es sie, dass in diesem Jahr das Uhlhorn Hospiz in Hannover Nutznießer der Spende ist. Leiterin Gabriele Kahl nahm die Spende von den jungen Leuten entgegen und beantwortete gerne ihre Fragen zum Uhlhorn Hospiz.
Vor allem sollten die Zimmer renoviert werden, berichtete die Leiterin, insbesondere die Badezimmer. Das Hospiz finanziere sich zu 90 Prozent aus Krankenkassenbeiträgen, zehn Prozent müssten über Spenden vom Hospiz selbst aufgebracht werden. Das seien im Jahr rund 120.000 Euro. Da bleibe für Dinge wie die Renovierung oft nur sehr wenig oder kein Geld übrig, gab Kahl zu bedenken. Der CVJM war über die Mutter der Gospelchorsängerin Wiebke Pflugmacher auf das Uhlhorn Hospiz aufmerksam geworden, das im Jahr 2000 gegründet worden ist und acht Plätze für Erwachsene bereithält. 2012 seien knapp 140 Patienten aufgenommen worden, berichtete Gabriele Kahl. Die durchschnittliche Verweildauer habe 19 Tage betragen. Das Durchschnittsalter der Patienten liege bei 67 Jahren. Auffällig sei, dass viele Alleinstehende dabei seien. Im Mittelpunkt der Arbeit des Uhlhorn Hospizes steht der Sterbende zusammen mit seinen Angehörigen und Freunden. Im Hospiz werden Menschen gepflegt, die zu Hause nicht versorgt werden können. Die Mitarbeiter im Hospiz ermöglichen ihnen ein selbstbestimmtes, möglichst schmerzfreies Dasein. Dabei stellen sie sich allen Fragen und Ängsten ihrer Patienten, unabhängig von Nationalität und Konfession.
Namensgeber für das Uhlhorn Hospiz ist Gerhard Uhlhorn (1826 bis 1901), ein Förderer der Diakonie. Aufnahme im Hospiz finden auf ihren eigenen Wunsch Menschen, die an einer Erkrankung leiden, bei der eine Heilung ausgeschlossen ist und die keiner Krankenhausbehandlung mehr bedürfen oder sie nicht wünschen, die zu Hause nicht ausreichend versorgt werden können und die eine Lebenserwartung von nur noch wenigen Wochen oder Monaten haben.