Spielgeräte für behinderte Kinder

Sprichwörtlich hoch hinaus wollen Markus Schmieta (von links), Jessica Borgas,Marco Zacharias und Susanne Brakelmann von der CDU mit ihrem Antrag zur nächsten Ratssitzung: In der kinderfreundlichen Gemeinde Wedemark soll die Gemeinde beim Anlegen der Neugestaltung öffentlicher Spielplätze darauf achten, dass mindes-tens ein Spielgerät insbesondere auch für behinderte Kinder geeignet ist. Foto: A. Wiese

CDU-Ratsfraktion hat dabei auch ihren Bürgermeisterkandidaten im Boot

Wedemark (awi). Die CDU-Ratsfraktion nimmt die kinderfreundliche Gemeinde Wedemark beim Wort und stellt zur nächsten Ratssitzung den Antrag, dass die Gemeinde beim Anlegen und der Neugestaltung eines öffentlichen Spielplatzes künftig darauf achten möge, dass mindestens ein Spielgerät aufgestellt wird, das insbesondere auch für behinderte Kinder geeignet ist. Auf bestehenden Spielplätzen soll das beim Ersatz abgängiger Spielgeräte beachtet werden. Bei privaten Erschließungsmaßnahmen soll dieGemeinde bei den Investoren darauf hinwirken.
Mit der Beauftragung der Lebenshilfe Langenhagen-Wedemark für die Errichtung und den Betrieb des neuen inklusiven Kindergartens in Hellendorf zeige die Gemeinde, dass sie die Inklusion in vollem Maße unterstütze und sich für behinderte Kinder einsetze, so die Begründung von CDU-Fraktionschef Markus Schmieta. Während in diesem Kindergarten zukünftig und bereits jetzt im Kindergarten Domino geeignete Spielgeräte für die Kinder zur Verfügung ständen, werde auf öffentlichen Spielplätzen auf behinderte Kinder kein großes Augenmerk gelegt, abgesehen von den so genannten Nestschaukeln, die man auf einigen Kinderspielplätzen in der Wedemark finde. Da der CDU aber auch im öffentlichen Leben das Wohl aller Kinder am Herzen liege, will sie die Berücksichtigung der Interessen behinderter Kinder bei der Spielplatzgestaltung jetzt per Ratsbeschluss dingfest machen und hat sich dazu auch ihren Bürgermeisterkandidaten Marco Zacharias mit ins Boot geholt. „Inklusion darf sich nicht auf die Schule beschränken“, warnte Zacharias bei der Pressekonferenz der Wedemärker CDU-Ratsmitglieder auf dem Spielplatz Güldener Winkel. Wenn Kinder lernen sollten, sich und andere so zu akzeptieren wie sie sind, müssten auch die behinderten Kinder auf den öffentlichen Spielplätzen miteinanderspielen können und auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Spielgeräte vorfinden. Dass solche Spielgeräte teuer sind, ist den CDU-Ratsherren und -frauen bewusst. Darum sollten auch Fördertöpfe geprüft werden, das könnten Leader-Mittel oder Zuschüsse von Stiftungen und Organisationen wie Aktion Mensch sein, regte Fraktionschef Markus Schmieta an. Habe die Gemeindeverwaltung erst einmal den entsprechenden Ratsauftrag würden sich schon Mittel und Wege zur Finanzierung der Spielgeräte finden. Es müssten ja nicht unbedingt extrem teure Rollstuhlschaukeln sein, die dann wieder nur von einem kleinen Teil der Kinder genutzt werden könnten. Aber es gebe auch besondere Karussells und andere Spielgeräte, sind die CDU-Ratsmitglieder überzeugt. Im neuen Baugebiet Bäckkamp in Elze würden sie ihren Vorschlag gern bereits umgesetzt sehen und freuen sich auf Vorschläge des Spielplatzexperten bei der Gemeinde, Thomas Warnecke. Vielleicht gehe aber auch schon vorher bei Ersatzbeschaffungen etwas.