St. Floriansgottesdienst in Brelingen

Die Jugendfeuerwehr Brelingen spielte im Gottesdienst eine Szene an: „Warum heißen die Einsatzfahrzeuge „Florian“ mit einer Nummer? Foto: A. Wiese

Schutzpatron der Feuerwehr starb vor 1708 Jahren den Märtyrertod

Brelingen (awi). Was haben Feuerwehr und Kirche gemeinsam? Das war eine der Fragen, denen Pastorin Deborah Knoblauch und Brelingens Ortsbrandmeister Michael Helfers im St. Floriansgottesdienst – initiiert von der Feuerwehr Brelingen – am Sonntagmorgen nachgingen. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Beide sind in Dauerbereitschaft, die Feuerwehr über die 112, die Kirche über Gott, „der immer nur ein Gebet weit entfernt ist“. Beide werden von vielen nur im Notfall wahrgenommen, dabei arbeiten sie das ganze Jahr, was vielen gar nicht bewusst ist. Und beide haben mit Feuer und Wasser zu tun. Mit diesem Vergleich gelang ein auch für die Kinder der Kinderkirche gut nachvollziehbarer Vergleich in das Thema St. Florian. Die Geschichte des Schutzpatrons der Feuerwehr arbeitete die Pastorin dann noch detaillierter auf. Florian (circa 250 bis 4. Mai 304), ein römischer Offizier machte Karriere als hoher Beamter und war Statthalter der Provinz Lorch an der Ems. Obwohl bereits abgesetzt machte er sich während der Christenverfolgung unter Einsatz seines eigenen Lebens stark für 40 verhaftete Christen. Doch er wurde selbst verhaftet und zum Tode verurteilt. Am 4. Mai 304 wurde er nach Folter und Misshandlung mit einem Mühlstein um den Hals in die Ems gestoßen und ertrank. Es habe sie beeindruckt, wie der Heilige Florian, der später zum Schutzpatron der Feuerwehr wurde, den Christen zur Hilfe eilte, ohne die Gefahr für sein eigenes Leben zu beachten, sagte Pastorin Debora Knoblauch in ihrer Predigt. „Einsatz für andere in schwierigen Situationen“ – das sei auch die Aufgabe der Freiwilligen Feuerwehr. Und daher benutzte die Feuerwehr Hamburg bei ihren ersten Funkversuchen im Jahr 1950 „Florian“ als Funkrufnamen, was 1975 als einheitlicher Funkrufname für alle Feuerwehren in Deutschland verfügt wurde. In der Bibel sei sie auf der Suche nach dem Begriff Feuerwehr nicht fündig geworden, sagte Knoblauch. Der Begriff „Feuer“ komme dagegen mehr als 400- mal, der Begriff Wasser über 500- mal vor. Den Zusammenhang von Feuer und löschen gebe es immerhin an 13 Stellen, doch seien dies alles Feuer, die nicht zu löschen seien. Da sei sie doch froh, hier vor Ort kompetente Ansprechpartner in Sachen „Feuer“ und „Löschen“ zu haben, zeigte sich die Pastorin erleichtert.