Stadt ist Anforderungen weit voraus

Gesetzesentwurf zum NKiTaG soll verabschiedet werden

Langenhagen. Im August soll das neue Gesetz für Kindertagesstätten (kurz NKiTaG) in Kraft treten. In Langenhagen werden bereits heute Qualitätsstandards umgesetzt, die über das aktuelle NKiTaG und den Entwurf hinausgehen. Bürgermeister Mirko Heuer sagt dazu: „Wir sind als Stadt nicht an die Mindeststandards des Gesetzes gebunden – und das sieht man ja auch in dem, was wir bereits tun. In sehr vielen Bereichen bewegen wir uns aus gutem Grund bereits über dem, was das neue Gesetz fordert, und können uns dabei glücklicherweise auf eine breite politische Unterstützung verlassen.“
Das belegen zahlreiche Fakten: Bereits für alle städtischen Kitas gesicherte Ausweitung der Verfügungszeit, hundertprozentige Freistellung der Leitung aller kommunalen Einrichtungen,
bereits drei feste Fortbildungstage sowie darüber hinausgehende Angebote zur Weiterbildung,  berufsbegleitende Qualifizierung für Quereinsteigende findet ebenso statt wie Qualifizierung für Nachwuchsführungskräfte, um nur einige Beispiele zu nennen.
„Und gerade weil wir bereits so viel mehr tun, sehen wir uns als gutes Sprachrohr dafür, was am neuen NKiTaG möglicherweise verbesserungswürdig ist“, so Heuer weiter.
Auch die städtischen Erzieher blicken mit Sorge auf den bisherigen Entwurf. „Die Anforderungen an uns sind gestiegen, der Gesetzesentwurf stellt aber in vielen Bereichen eher einen Rückschritt dar. Da werden Standards aufgeweicht, die lange aufgebaut wurden“, sagt Petra Francke-Wolf, Erzieherin in Langenhagen. Dieser Bildungsauftrag umfasst viele Themengebiete wie Natur, Sport, Musik, aber auch Motorik und Spracherziehung, die während der Betreuung durch die Erzieher abgedeckt werden.
Aber nicht nur inhaltlich gibt es Kritikpunkte: „Wir wünschen uns generell mehr Anerkennung für das, was wir tun – da ist ein Gesetzentwurf nicht sehr förderlich, der die Zahl der verpflichtenden Fachkräfte für Gruppen noch herabsetzt“, sagt Micaela Butt von der Kita Waldhaus. Heuer bekräftigt nochmal den Gedanken hinter den Bemühungen der Stadt: „Die Kitas haben einen Bildungsauftrag und wir alle haben eine Verpflichtung unseren Kindern gegenüber. Deshalb werben wir als Träger vieler Einrichtungen für mehr Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema.“