Standing Ovations für geehrten Dieter Fenske

Geehrte, Beförderte und Funktionsträger haben sich zum obligatorischen Gruppenfoto aufgestellt.
 
Ortsbrandmeister Julian Lips-Winter mit dem frisch ernannten Ehrenmitglieder Walter Boss (rechts).
 
Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing (rechts) zeichnet Dieter Fenske mit dem Ehrenkreuz in Silber aus.

Feuerwehr Elze mit ihrem jungen Ortsbrandmeister Julian Lips-Winter ehrt und befördert

Elze (awi). Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Elze wurde dieses Jahr ganz besonders von Ehrungen und Beförderungen geprägt. Im Mittelpunkt der vom neuen Ortsbrandmeister Julian Lips-Winter geleiteten Sitzung stand dabei der im letzten Jahr ausgeschiedene Ortsbrandmeister Dieter Fenske. Vom Bürgermeister und vom Rat der Gemeinde bereits zum Ehrenbrandmeister ernannt erhielt Fenske am Freitag im Gasthaus Goltermann von Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing das Deutsche Feuerwehrehrenzeichen in Silber für seine außergewöhnlichen Verdienste um die Feuerwehr.
Zuvor hatte der stellvertretende Ortsbrandmeister Carsten Dettmers Fenske anlässlich seines Wechsels von den Aktiven in die Altersabteilung ausführlich gewürdigt, was die Versammlung mit Standing Ovations quittierte. Der mittlerweile 60-jährige Fenske trat 1972 mit 14 Jahren in die Jugendfeuerwehr ein, besuchte 1975 den Grundlehrgang wurde 1976 in die aktive Abteilung der Feuerwehr Elze übernommen und zum Feuerwehrmann befördert. Es folgten Lehrgänge zum Atemschutzgeräteträger, zum Maschinisten und zum Truppführer, sowie 1984, nur ein Jahr später zum Gruppenführer. 1992 wurden Fenske und Dettmers gemeinsam ortsintern zum Feuerwehrmann des Jahres ausgezeichnet als Auszeichnung für ihr Engagement bei der Beschaffung des LF 16/12, das in diesem Jahr nun getauscht werde. Seit 1983 fuhr Fenske regelmäßig die jährlichen Übungen mit der heutigen Regionsfeuerwehrbereitschaft 5 und wurde 1999 Zugführer des ersten Zuges dieser Bereitschaft. Im Jahr 2000 übernahm Dieter Fenske die Leitung der Feuerwehr Elze bis 2018.
Laudatio für Dieter Fenske
„Du hast das getan mit deiner ganz eigenen Art, völlig unaufgeregt, aber sachlich“, so Dettmers. Fenske wurde zum Brandmeister und zum Oberbrandmeister befördert, erhielt 2003 die Niedersächsische Hochwassermedaille, wuppte 2004 zusammen mit Erich Scharlemann Anbau und Renovierung des Feuerwehrhauses, setzte sich 2007 für ein Löschfahrzeug ein, das zwei Jahre später übergeben wurde, bekam 2008 eine weitere Ehrenurkunde für Hochwasser, hatte immer ein Ohr für neue Ideen und ließ die Jungen machen. Fenske habe auch die Kontakte zu den Feuerwehren der Nachbargemeinden und Nachbarkreise intensiviert, so Dettmers. So wie Fenske nach 48 Jahren aus dem aktiven Feuerwehrdienst entlassen wurde, wurde dies nach 32 Jahren auch Lutz Gräfenkämper, 1986 als Seiteneinsteiger zur Feuerwehr gekommen, dann Sprechfunker, Atemschutzgeräteträger, Truppführer und seit über 25 Jahren Schriftführer im Kommando unter mittlerweile drei Ortsbrandmeistern.Sein Nachfolger ist Sebastian Haut, der am Freitag das Niedersächsische Ehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst erhielt, ebenso wie Andreas Leseberg. Geehrt wurden außerdem Reimund Itzen für 40 Jahre Musikzug, Wilfried Willers als ehemaliger Aktiver für 60 Jahre Mitgliedschaft Peter Schrader und Andre Lohmann für 40 Jahre, Mario Wenzel und Sonja Hellwig für 25 Jahre. 40 Jahre fördernd in der Feurwehr ist Siegfried Götz, 25 Jahre Peter Stein. Das Deutsche Sportabzeichen haben Inga Breitkopf und Dieter Keiser (Gold), Rolf Schröder (Silber) und Lena Schröder (Bronze) abgelegt.
Feuerwehrmann des Jahres
Befördert wurden Max Neumann zum Feuerwehrmann, Elke Brünn, Phil Springhetti, Mirco Weißmann, Julian Meinders und Julia Brauch zu Hauptfeuerwehrmännern beziehungsweise Hauptfeuerwehrfrau und Tim Plitt zum Löschmeister. Den feuerwehrinternen Ehrentitel „Feuerwehrmann des Jahres“ erhielt in diesem Jahr Kristian Stille. Und ganz zum Schluss gab es noch eine ganz besondere Überraschung für Walter Boss, Hausmeister im Feuerwehrgerätehaus seit 23 Jahren: Er wurde zum Ehrenmitglied der Feuerwehr Elze ernannt. Ortsbrandmeister Julian Lips-Winter gab einen kleinen Einblick in das, was Walter Boss für die Feuerwehr Elze jahraus jahrein leistet: Er ist fast täglich im Feuerwehrhaus und kümmert sich um alles, von den Einsatzgetränken bis zum Aufschließen des Gerätehauses, Fahrzeugverschiebungen und Fahrten zur FTZ. Er fegt bei Wind und Wetter, hält alles sauber und ordentlich „und weist uns auch manchmal wieder in die richtige Richtung. Wenn man dich versucht zu erreichen, rufen wir erst im Gerätehaus an, bevor wir bei dir zu Hause anklingeln“. Für dieses Engagement wollten Aktive, Alterskameraden, Kinder- und Jugendfeuerwehr und auch Musikzug mit der Ernennung zum Ehrenmitglied Dank sagen.
Natürlich wurde bei der Feuerwehr Elze nicht nur geehrt und gefördert, sondern Julian Lips-Winter gab auch einen Überblick über die 41 Einsätze, darunter 209 Brandeinsätze, neun Hilfeleistungen, sechs Brandmeldeanlagen und Rauchwarnmelder, eine AGT-Nachforderung beim Brand in Wiechendorf, die Unterstützung beim Moorbrand in Meppen mit der Regionsbereitschaft und vier Fehlalarmierungen. Dabei kamen 834 Einsatzstunden zusammen. Die Elzer Feuerwehr war zwölf Mal in Elze, 14 Mal in Berkhof, fünf Mal in Meitze, zwei Mal in Bennemühlen, drei Mal in Brelingen, ein Mal in Negenborn, ein Mal in Wiechendorf, ein Mal in Wennebostel, ein Mal in Hellendor f und einmal in Meppen im Einsatz. Zu den 834 Einsatzstunden gesellten sich 551 Stunden Fahrzeug- und Gerätepflege, 281 Stunden Atemschutz, 141 Stunden der San-Gruppe, 3401 Stunden der Löschgruppen, 294 Lehrgangsstunden und 991 Stunden sonstige Veranstaltungen, denn die Elzer Feuerwehrleute machten sich auch für die Dorfgemeinschaft stark. Zu den 6.493 Stunden der Aktiven gesellen sich 5720 Stunden der Jugendfeuerwehr, 539 Stunden der Kinderfeuerwehr und 4463 Stunden des Musikzuges – insgesamt 17.215 Stunden der Feuerwehr Elze. Unter dem Strich hat die Feuerwehr Elze 526 Mitglieder, davon 18 in der Jugend- und 14 in der Kinderfeuerwehr, sowie 41 im Musikzug. In das Jahr 2019 startete die Jugendfeuerwehr nur noch mit 15 Mitgliedern, trug Jugendwart Dominik Jansen vor. Wenn man die rund 4.000 Stunden auf die 14 im Schnitt anwesenden Jugendlichen aufteile, komme man auf zwölf Tage, die auf einen einzelnen Jugendlichen entfielen.
Das gelte auch für die Betreuer. Im Jahresschnitt habe ein Einzelner von ihnen rund 17 Tage für Ausbildung und Freizeiten geleistet. Grußworte für die Versammlung kamen unter anderem vom Gemeindebrandmeister Maik Plischke, seinem Stellvertreter Christoph Boss, vom Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing, von Abschnittsleiter Horst Holderith, von Bürgermeister Helge Zychlinski und Ortsbürgermeister Jürgen Benk und vom Vorsitzenden des Fördervereins der Jugendfeuerwehren, Thomas Hellwig.