Stimmungsvoller musikalischer Bogen

Untermalt mit Gesten oder Masken wurden die Lieder mit großem Können vorgetragen. Der Bissendorfer Chor "More Musik" mit Chorleiter Woonseok Lee und Pianistin Heajin Lee beim Geburtstagskonzert. Foto: E. Rodenbostel

Bissendorfer Chor feiert Geburtstag

Bissendorf (er). Ein buntes Jubiläumskonzert hat der Bissendorfer Chor „More Music“ am vergangenen Sonntag zu seinem 130. Geburtstag in der vollbesetzten Bissendorfer Kirche geboten. Quer durch alle Stilrichtungen der Musik, verbunden mit „Cora“, alias Ute Alfeis. Sie spielte das Maskottchen des Chores, das durch den Abend führte und die Lieder in ihren jeweiligen Zeiten ankündigte. Zu Beginn gab die erste Vorsitzende Gitta Jansen einen kurzen Rückblick über die Geschichte des Chores und dankte den Chorleitern der Vergangenheit, von denen vier anwesend waren. Luisa Arnitz, die ein Stück für den Abend arrangiert hat, war genauso begeis-tert wie Gabi Andritzki, die von 2006 bis 2012 den Chor geleitet hat. Hartmut Nemitz, jetzt Leiter des Kreischorverbandes Burgdorf und Thomas Dust, dem ersten Chorleiter nach der Ära von Rainer Roscher.
Seit Februar diesen Jahres ist Woonseok Lee Chorleiter des Chores „More Music“ in Bissendorf und er führte den Chor zu neuen Höhepunkten. Gitta Jansen: „Wir wussten zunächst nicht, ob wir seinen Anforderungen entsprechen können und sind nun manchmal selbst erstaunt über unsere Möglichkeiten.“ Das Gefühl und die Freude, mit dem der Chorleiter den Chor an die Hand genommen hat, kamen bei den einzelnen aufgeführten Stücken sehr gut heraus. Begleitet wurden sie von der Pia-
nistin Heajin Lee, die einen kurzen Moment für den richtigen Rhythmus sorgte, als die Gesamtheit der taktklatschenden Zuhörer die Geschwindigkeit der Melodie durcheinander brachte.
Angefangen hat das Programm mit dem Lied „Für Frauen ist das kein Problem“ über „I need your love“, das mit viel Gefühl und Stimme gesungen wurde. Auch Melodien wie „Love me tender“ oder „Für mich solls rote Rosen regnen“ reihten sich ein. „Mein kleiner grüner Kaktus“ und „Vielen Dank für die Blumen“ sorgten für kurzweilige Unterhaltung und die Liebesgeschichte in sieben Kapiteln, mit Liedern von „Chanson dámour“, „Ich weiß es wird einmal ein Wunder geschehen“, bis „Nur nicht aus Liebe weinen“, wies auf einen möglichen Ablauf einer Beziehung. Das Abschlusslied war aus dem „König der Löwen“ „Der ewige Kreis“ und kurz vor der Zugabe wurden die ehemaligen Chorleiter nach vorn gebeten, um sich mit der Zugabe „Thank you for the musik“ zu bedanken.
Viel Engagement, Können, Gefühl und überspringende Freude bei dem Chor, dem Chorleiter und der Pianistin ließen einen klangvollen Abend erleben.